Wo Nokia die Nummer 1 ist

Der finnische Handykonzern und das Joint Venture Sony Ericsson bauen die grünsten Handys, wie eine neue Rangliste mit den umweltfreundlichsten Mobiltelefonen zeigt. Apple liegt ganz am Schluss.

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Wie viel Strom verbraucht mein Handy? Wie viel Energie war für die Herstellung notwendig? Und welche Materialien wurden verwendet? Diesen Fragen ist die unabhängige Klimastiftung Myclimate nachgegangen. Sie hat eine Liste der grünsten Handys publiziert. Basierend auf diesen Resultaten hat die Swisscom nun als erster Mobilfunkanbieter Umweltpunkte vergeben.

Europa ist top

Gemäss dieser Untersuchung ist Nokia der mit Abstand umweltfreundlichste Handyverkäufer: In den Top Ten der grünen Produkte finden sich nicht weniger als acht Geräte aus Finnland. Ebenfalls unter die ersten 10 haben es zwei Mobiles von Sony Ericsson geschafft.

Das Umweltbewusstsein ist bei den europäischen Herstellern demnach am grössten. Wenig überraschend kommt Apple diesbezüglich ganz schlecht weg. Die Tiefstnote 1 bekommt der iPhone-Hersteller allerdings nur darum, weil er keine Angaben geliefert hat.

Apple: Konsequente Nichtkommunikation

Der US-Konzern verschweigt Umweltprobleme konsequent. Bereits im Januar dieses Jahres kritisierte das Institute of Public & Environmental Affairs Apple. Die Pekinger Aktivisten untersuchten, welche Produzenten der IT-Branche wie transparent über Gesundheits- und Umweltverträglichkeit informieren – Apple schnitt am schlechtesten ab (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete).

Update vom 22. August: Apple schreibt in einem Mail an Tagesanzeiger.ch/Newsnet, dass das Unternehmen auf ihren Websites ausführliche Umweltberichte veröffentlicht hat: Umweltverträglichkeit der individuellen Produkte

Fortschritt im Umweltschutz

Ökobilanz des iPhones

Myclimate hält fest, dass Apple trotz mehrmaligem Nachfragen keine für die Untersuchung benötigten Antworten geliefert hat. (rek)

Erstellt: 18.08.2011, 11:26 Uhr

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