Harley flicken leicht gemacht:
Youtube schaltet Bezahlkanäle auf

Das Videoportal Youtube hat als Pilotversuch 53 kostenpflichtige Channels aufgeschaltet. Im Angebot finden sich Kinderprogramme, Konzertaufnahmen und Kochvideos.

Reparaturtipps für Harleybesitzer: Video auf einem der Bezahlkanäle.

Reparaturtipps für Harleybesitzer: Video auf einem der Bezahlkanäle. Bild: Screenshot Youtube

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Das Online-Videoportal Youtube hat zahlungspflichtige Abonnements für Videokanäle eingeführt. Es handele sich zunächst um ein Pilotprojekt mit einer kleinen Gruppe von Partnern, schreibt Youtube in einem Blog. Aufgeschaltet sind zurzeit 53 Kanäle.

Die Videoplattform arbeitet mit 30 Inhalte-Anbietern zusammen, unter anderem mit dem «Muppets»-Produzenten Jim Henson und den Veranstaltern der Kampfserie Ultimate Fighting. Die Gebühren können von den Anbietern selbst festgelegt werden und starten bei 99 Cent pro Monat. Die Anbieter können auch entscheiden, ob sie Werbung schalten wollen oder nicht.

Unter den Kanälen finden sich mehrere Angebote für Kinder, welche Comicfilme zeigen. Daneben gibt es auch eine Kanal mit Kochvideos, einen mit Konzertaufnahmen und einen für Harleybesitzer.

Abo auf Probe

Youtube hat inzwischen mehr als eine Millionen Kanäle, die Umsätze erwirtschaften. Bisher ging das nur über eine Beteiligung an den Werbeerlösen. Die Plattform unterstützt die Entwicklung von Kanälen mit professionell produzierten Inhalten, die das Fernsehen ergänzen sollen.

Für neue Nutzer von Bezahl-Kanälen ist eine kostenlose Probezeit von zwei Wochen vorgesehen, erläuterte Youtube. Abonnieren muss man die Kanäle bisher zunächst über einen PC – kann sie sich dann aber auch auf Smartphone, PC oder mit dem Internet verbundenem Fernseher anschauen.

Einnahmen für Künstler und Medien

Der Wunsch nach einem Bezahlmodell kam von Videokünstlern, Start-up-Firmen sowie Medienunternehmen, die sich beklagten, weil Google, das Youtube betreibt, die Einnahmen für die von ihnen gestalteten Beiträge kassierte. Mit einer Zahlschranke, wie sie auch immer mehr Zeitungen einführen, sollen den Urhebern eigene Einnahmen verschafft werden. Dabei kann zwischen einem Modell mit und einem ohne Werbespots gewählt werden. Youtube erzielte letztes Jahr Einnahmen von 1,3 Milliarden Dollar und dürfte dieses Jahr gegen zwei Milliarden verbuchen können. Das Bezahlmodell für Onlinefilme ist nicht neu. Anbieter wie Netflix und Hulu zählen in den USA 30 Millionen beziehungsweise vier Millionen Abonnenten. (ah/wn/mw/AFP)

Erstellt: 10.05.2013, 11:16 Uhr

Quelle

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