Alle drei Milliarden Yahoo-Konten wurden gehackt

Das grösste Datenleck der Geschichte ist noch weitreichender als bisher gedacht: Es wurden Daten von allen Yahoo-Accounts gestohlen.

Es wurden Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Sicherheitsfragen und deren Antworten gestohlen: Yahoo. (Archivbild)

Es wurden Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Sicherheitsfragen und deren Antworten gestohlen: Yahoo. (Archivbild) Bild: Michael Probst/Keystone

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Hacker haben persönliche Daten von allen drei Milliarden Nutzerkonten von Yahoo gestohlen. Der Konzern räumte am Dienstag ein, dass die Zahl der von dem Diebstahl 2013 betroffenen Konten dreimal so hoch war als ursprünglich angenommen. Es seien E-Mails mit Hinweisen dazu an zusätzliche Accounts versandt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die gestohlenen Informationen beinhalteten Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Sicherheitsfragen und deren Antworten.

Es ist das grösste Datenleck der Geschichte und für Yahoo der zweite solche Skandal. Erst im September 2016 hatte der Anbieter eingestehen müssen, dass 2014 die Daten aus 500 Millionen Accounts entwendet wurden. Der nachfolgende, sogar grössere Hackerangriff war im Dezember vergangenen Jahres erstmals öffentlich gemacht worden.

Neue Untersuchung: Alle drei Milliarden Yahoo-Nutzerkonten waren vom Datenklau betroffen. Video: Reuters

«Hälfte der Welt»

Nachdem Yahoo im Juni vom US-Mobilfunkbetreiber Verizon übernommen worden war, hätten neue Untersuchungen gezeigt, dass der Hackerangriff grösser ausfiel als angenommen, teilte der Konzern mit. Passwörter oder Kreditkartendaten seien von dem Cyberangriff nicht betroffen gewesen, betonte Yahoo. Das Internetunternehmen hatte Nutzer bereits dazu aufgefordert, Passwörter und die Sicherheitsfragen zum Zugang zum Konto zu ändern.

Der Hackerangriff betreffe nun fast die «Hälfte der Welt», sagte der Sicherheitschef des Technikkonzerns Cybereason, Sam Curry. Ob das nun eine Milliarde oder drei Milliarden Betroffene seien, sei unerheblich. «Die Privatsphäre ist hier das eigentliche Opfer.» Das Bekanntwerden des Cyberangriffs ist vor allem auch für Verizon peinlich. Der Mobilfunkanbieter hatte jüngst begonnen, mit TV-Werbung für die Tochtergesellschaft Oath zu werben, zu der Yahoo und AOL gehören sollen. (chk/dapd)

Erstellt: 04.10.2017, 03:31 Uhr

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