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Berner Firma verkauft Probleme im Internet

Drei Web-, TV- und Marketingspezialisten bieten ihre Hilfe nicht fürs Lösen von Problemen an, sondern verkaufen diese auf ihrer neuen Website. needaproblem.com soll «Bedürftigen» die Möglichkeit geben, «richtige» Probleme zu lösen.

«Sind Sie glücklich? Leben Sie ein ausgefülltes und sorgenfreies Leben? Wie langweilig! Was Ihnen fehlt, sind Kontraste. Sie brauchen dringend Probleme zum lösen.» So lockt die Berner Firma Need a Production Neugierige auf die Website www.needaproblem.com.

Hinter dem Projekt stehen der Marketingspezialist Martin Koncilja, der TV-Spezialist Björn Hering und der Pilot Hansmartin Amrein. Die drei verkaufen auf dem Portal fünf verschiedene Arten von Problemen zu unterschiedlichen Preisen: Ein triviales Problem kostet ein Franken, ein einfaches fünf, ein normales 50, ein schwieriges 500 und ein fast unlösbares Problem ist für 5000 Franken erhältlich. Je teurer der Preis, desto höher ist der Aufwand für den Käufer.

Während triviale Probleme schnell gelöst sind, können die Aufträge in der normalen Kategorie bereits den gewohnten Tagesablauf beeinträchtigen. Wer ein fast unlösbares Problem wählt, muss unter Umständen sogar eine Auszeit nehmen und die gestellte Aufgabe auswärts lösen. Ein konkretes Beispiel für ein Angebot will der Gründer und Leiter der Website, Martin Koncilja, nicht sagen, «damit die Spannung weiterhin bleibt», erklärt er. Koncilja ist sich sicher, dass alle Probleme gelöst werden können: «Es kommt immer darauf an, wie viel Zeit und Aufwand jemand investiert.»

Die Idee

«In der westlichen Welt werden existentielle Probleme der Bevölkerung je länger je mehr abgenommen. Da kann es vorkommen, dass der eine oder andere keine grundlegenden Probleme mehr zu lösen hat», sagt Martin Koncilja. Viele Leute verbringen die Freizeit gelangweilt im Internet oder vor dem Fernseher. Diesen Personen wollen die drei Betreiber mit der Website nun einen «Kick» geben. Wer ein Problem löst und dies per Mail beweisen kann, erhält einen Platz auf der Bestenliste der Problemlöser.

Ein Prozent des Gewinns spendet das Unternehmen an Menschen, die nicht mit Glück und einem sorgenfreien Leben gesegnet sind.

Die Website ist seit dem 27. Oktober aufgeschaltet. Einen Tag später verkauften die drei Betreiber bereits 15 Probleme, davon ein normales, drei kleine und elf triviale. Die Internetseite wird nun auf Englisch übersetzt und soll somit auch ausländische Kunden gewinnen.

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