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Browser-Wahl wird in Südkorea zum Politikum

Im asiatischen Staat ist die Frage, welchen Browser die Menschen nutzen, zum Thema in der Präsidentschaftswahl geworden. Kandidat Ahn Cheol Soo fordert ein Ende des Explorer-Monopols bei Finanztransaktionen.

Will Alternativen zum Explorer: Präsidentschaftskandidat Ahn Cheol Soo.
Will Alternativen zum Explorer: Präsidentschaftskandidat Ahn Cheol Soo.
Keystone

Der unabhängige Kandidat Ahn Cheol Soo kündigte an, er werde Schluss machen mit der Verschlüsselungstechnik, durch die Südkoreaner bei finanziellen Transaktionen nur den Internet Explorer von Microsoft nutzen können. Wenn er im Dezember gewählt werden sollte, dann könnten die Finanzfirmen selbst über ihre Sicherheitstechnik entscheiden.

Auch Regierungs-Websites verstehen nur den Explorer

Seit in Südkorea Ende der 90er-Jahre ein Sicherheitssystem für Online-Banking und Online-Handel eingerichtet wurde, ist der Internet Explorer der einzige Browser, der dafür genutzt werden kann. Auch viele Websites der Regierung können nur mit ihm aufgerufen werden. Das digitale Zertifikat zur Identifizierung nutzt eine Software namens Active X, die für andere Browser wie Safari, Chrome oder Opera nicht erhältlich ist oder lange Zeit war.

Laut der Web-Statistik-Firma StatCounter hatte der Microsoft Browser im Februar in Südkorea einen Marktanteil von 83 Prozent. Das sind zwar zehn Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr, aber es ist immer noch ein deutlicher Vorsprung vor Googles Chrome, der auf 10,3 Prozent kam. Weltweit liegt der Marktanteil des Internet Explorers bei 36 Prozent.

(dapd)

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