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Computerwurm wird zur globalen Bedrohung

Stuxnet soll Millionen Industrieanlagen in China infiziert haben. Ingenieure warnen vor einem Zusammenbruch der Wirtschaft in Fernost.

«Wenn Stuxnet erfolgreich in Werkscomputer in China eindringt, könnten diese Industrieanlagen zusammenbrechen»: Arbeiter in einem chinesischen Stahlwerk.
«Wenn Stuxnet erfolgreich in Werkscomputer in China eindringt, könnten diese Industrieanlagen zusammenbrechen»: Arbeiter in einem chinesischen Stahlwerk.
Reuters

Nach dem Iran hat sich der Industrieanlagen angreifende Computerwurm Stuxnet angeblich auch massiv in China verbreitet. Das Virus habe sechs Millionen Computer und fast tausend Firmenrechner infiziert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag unter Berufung auf die Anti-Virus-Firma Rising International Software.

Stuxnet wird gefürchtet, weil er in Rechner zur Steuerung von Industrieanlagen des deutschen Herstellers Siemens eindringt. Ein Angreifer kann dadurch die Kontrolle über zentrale Systeme etwa von Kraftwerken, Pipelines oder Fabriken übernehmen und die Anlagen im schlimmsten Fall zerstören.

Warnung vor Zusammenbruch

«Wenn Stuxnet erfolgreich in Werkscomputer in China eindringt, könnten diese Industrieanlagen zusammenbrechen», warnte ein Rising-Ingenieur in der englischsprachigen Zeitung «Global Times». Yu Xiaoqiu, ein Experte des China Information Technology Security Evaluation Centre, sah aber keine unmittelbare Gefahr. «Bisher sehen wir keinen schwerwiegenden Schaden durch das Virus», sagte er der Zeitung.

Der Stuxnet-Wurm war erstmals im Juni aufgetaucht und wurde unter anderem auf Siemens-Systemen in Indien, Indonesien, Pakistan und anderen Ländern gefunden. Besonders stark ist offenbar der Iran betroffen. Die iranische Presse sprach bereits von einem «elektronischen Krieg» gegen das Land, das international wegen seines Atomprogramms unter Druck steht.

afp/sda/rek

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