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«Das hat nichts mit gestohlenen Filmen zu tun»

Eine Protestaktion zahlreicher Websites in den USA hat am Mittwoch die wachsenden Spannungen zwischen der Filmindustrie und der High-Tech-Branche verdeutlicht.

Eine Protestaktion zahlreicher Websites in den USA hat am Mittwoch die wachsenden Spannungen zwischen der Filmundstrie und Techunternehmen deutlich werden lassen.
Eine Protestaktion zahlreicher Websites in den USA hat am Mittwoch die wachsenden Spannungen zwischen der Filmundstrie und Techunternehmen deutlich werden lassen.
Keystone

Eine Protestaktion zahlreicher Websites in den USA hat am Mittwoch die wachsenden Spannungen zwischen Hollywood und dem Silicon Valley deutlich werden lassen. Viele Online-Auftritte, darunter auch die englischsprachige Ausgabe der Wikipedia, wurden für 24 Stunden abgeschaltet, um den Widerstand der Hightech-Firmen gegen zwei Gesetzesvorhaben des Kongresses zu zeigen. Unterstützt werden die Gesetze vor allem von der US-Unterhaltungsindustrie.

Der US-Kongress will mit einem Stop Online Piracy Act (SOPA) und einem Protect Intellectual Property Act (PIPA) dafür sorgen, dass US-Bürger keine illegal kopierten Filme und Musiktitel verbreiten oder abrufen können. Dabei war auch an Sperren für Websites gedacht worden, was Kritiker eine Zensur des Internets befürchten liess.

Auch Google und Yahoo protestieren

«Das hat nichts mit gestohlenen Songs oder Filmen zu tun», erklärte Justin Ruben von der Bewegung MoveOn.org, die sich auch an der Aktion beteiligte. Eine strengere Gesetzgebung könne, auch wenn sie sich gegen ausländische Websites richte, zu verstärkten juristischen Angriffen auf Kommentatoren in den USA führen.

Den Protesten haben sich auch Konzerne wie Google und Yahoo angeschlossen. Besonders strittige Passagen der Gesetze wurden inzwischen schon zurückgezogen. Immer mehr Parlamentarier kündigen ihren Widerstand an. Im Senat ist aber weiter eine Abstimmung für den 24. Januar anberaumt.

(dapd)

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