Nun muss sich Facebook wegen Trump-Sieg erklären

Mark Zuckerberg äussert sich zur Kritik, dass das soziale Netzwerk den US-Wahlkampf beeinflusst habe.

«Das ist eine verrückte Idee»: Mark Zuckerberg, Facebook-Chef.

«Das ist eine verrückte Idee»: Mark Zuckerberg, Facebook-Chef. Bild: Keystone

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An einer Technologiekonferenz bei San Francisco sagte Zuckerberg gemäss «The Verge»: «Es ist eine ziemlich verrückte Idee, dass Falschmeldungen auf Facebook, die nur einen kleinen Teil der Inhalte ausmachen, die Wahl irgendwie beeinflusst haben.» Die Wähler träfen Entscheidungen aufgrund ihrer gelebten Erfahrung.

Ausserdem habe es in beiden Lagern Falschinformationen gegeben, so Zuckerberg. Deshalb hätten erfundene Meldungen kaum die Wahl beeinflussen können. Gestern hatte Facebook-Manager Adam Mosseri gegenüber «Techcrunch» dennoch geäussert, man nehme irreführende Inhalte als Problem ernst und wolle künftig besser gegen Fehlinformationen vorgehen. Welche Massnahmen konkret getroffen würden, sagte Mosseri trotz Nachfrage dabei nicht.

Kampagnenmässige Fehlinformationen

Im Nachgang der US-Wahl hatten zahlreiche Kommentatoren Facebooks Rolle in der politischen Meinungsbildung kritisiert. Die Plattform habe politischen Akteuren dabei geholfen, Hass und Fehlinformationen kampagnenmässig zu verbreiten:

Buzzfeed hatte kürzlich untersucht, wie hochgradig tendenziöse Facebook-Seiten im US-Wahlkampf verzerrte und erfundene Nachrichten verbreiteten. Falsche und irreführende Meldungen machten demnach auf rechter Seite 38 Prozent der Nachrichten aus, auf linker Seite 19 Prozent. Laut der Untersuchung werden ausgerechnet die Artikel derjenigen Facebook-Seiten am meisten geteilt und kommentiert, die sich am wenigsten an die Wahrheit halten. (jro)

Erstellt: 11.11.2016, 10:03 Uhr

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