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«Der Begriff Digital Native ist veraltet, Digital Naive wäre treffender»

Mit seinem Buch über Cyberbullying rückt der Schulsozialarbeiter Felix Rauh ein Thema in den Fokus, das Eltern oft hilflos zurücklässt.

Ein scheinbar harmloser Chat kann durch Verbreitung ernsthafte Folgen haben.
Ein scheinbar harmloser Chat kann durch Verbreitung ernsthafte Folgen haben.
Martin Rütschi (Symbolbild), Keystone

Ihr Buch «Fit und fair im Netz» bietet Strategien zur Prävention von Cyberbullying an. Können Sie anhand eines konkreten Beispiels erklären, worum es geht?

Ein Jugendlicher und eine Jugendliche nähern sich einander im Chat an. Sie entwickeln Sympathien füreinander, tauschen sich über gemachte und geplante sexuelle Erfahrungen aus, und schliesslich schickt der Junge seiner Chatpartnerin ein Nacktfoto von sich. Aus Überforderung und Scham zeigt die Empfängerin das Foto einer Freundin. Diese verbreitet das Foto aus Belustigung im Gruppenchat. Höhnische Kommentare lassen nicht lange auf sich warten. Durch unüberlegtes Chatten mit dem Schwarm wurde aus dem jungen Mann ein Opfer von Cyberbullying. Dieses muss jedoch nicht sexuell motiviert sein, es kann auch durch Verrat, Rufmord und Ausgrenzung im Netz entstehen.

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