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Das Streaming macht die Musik

Bewegung im Online-Musikmarkt: Spotify plant offenbar die Lancierung eines Angebots direkt im Browser, Apple ein Musikradio.

Spotify wird laut Unternehmensangaben täglich von 15 Millionen Menschen genutzt. Vier Millionen sollen einen Premium-Account haben, sind also zahlende Nutzer. Neben der Schweiz ist der vor sechs Jahren in Stockholm entwickelte Dienst in 14 weiteren Ländern verfügbar.
Spotify wird laut Unternehmensangaben täglich von 15 Millionen Menschen genutzt. Vier Millionen sollen einen Premium-Account haben, sind also zahlende Nutzer. Neben der Schweiz ist der vor sechs Jahren in Stockholm entwickelte Dienst in 14 weiteren Ländern verfügbar.
Spotify
Daniel Ek wurde in Deutschland von Datenschützern kritisiert. Der Grund: Ohne Facebook-Account ging gar nichts. Seit Mitte Juni muss man sich in unserem nördlichen Nachbarland nur noch mit einer Mail-Adresse und einem Nutzernamen anmelden.
Daniel Ek wurde in Deutschland von Datenschützern kritisiert. Der Grund: Ohne Facebook-Account ging gar nichts. Seit Mitte Juni muss man sich in unserem nördlichen Nachbarland nur noch mit einer Mail-Adresse und einem Nutzernamen anmelden.
AFP
Auch Google ist aktiv: Google-Manager Paul Joyce bei der Vorstellung von Google Music (jetzt: Google Play Music) im November 2011.
Auch Google ist aktiv: Google-Manager Paul Joyce bei der Vorstellung von Google Music (jetzt: Google Play Music) im November 2011.
Reuters
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Wie Techcrunch von verschiedenen Quellen in Erfahrung gebracht haben will, baut der auch in der Schweiz verfügbare Musikservice Spotify sein Angebot aus: Wer sich Musik auf die Hardware streamen lässt, braucht, so der IT-Blog, keine App oder zusätzliche Software mehr – die Musik soll direkt im Browser abgespielt werden können.

Für Branchenkenner ist die veraltet wirkende Spotify-Version für den Desktop ein Indiz für die Totalüberarbeitung des von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Schweden gegründeten Dienstes.

Verhandlungen mit der Musikindustrie

Möglicherweise bereitet sich Spotify, das den Bericht nicht kommentiert, mit der Browser-Version auf ein ähnliches Angebot von Apple vor, welches Recherchen des «Wall Street Journal» (WSJ) zufolge in Planung ist.

Laut dem WSJ verhandelt Cupertino mit der Musikindustrie über weitreichende Songrechte, um einen Streamingdienst anbieten zu können, wie das die Konkurrenten (Spotify, Pandora und andere) bereits tun. Da die Verhandlungen erst seit kurzem im Gang sind, dürfte der Start des Apple-Radios allerdings nicht unmittelbar bevorstehen.

Verfügbarkeit wichtiger als Besitz?

Einer Mitte August publizierten Untersuchung von Strategyanalytics.com zufolge wachsen die Umsätze von gestreamter Musik dieses Jahr fünfmal so stark wie der Download von Songs. Weltweit macht die Musikindustrie 2012 mit gestreamten Liedern einen Umsatz von umgerechnet über einer Milliarde Franken.

«Zugänglichkeit und Verfügbarkeit», ist in der Zusammenfassung zu lesen, «werden von den Nutzern mehr geschätzt als der Besitz von digitaler Musik.» Vor allem Streamingdienste wie Spotify und Pandora würden das Wachstum in den nächsten Jahren antreiben, so Strategyanalytics.com.

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