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Der Pflanzensensor von Xiaomi im Test

Nie mehr vertrocknete oder ersoffene Zimmerpflanzen? Wir haben den Flower Care getestet.

Wie eine Mischung aus USB-Stick und Salatbesteck: der Xiaomi-Pflanzensensor. Der schwarze Teil...
Wie eine Mischung aus USB-Stick und Salatbesteck: der Xiaomi-Pflanzensensor. Der schwarze Teil...
zei
... wird in die Erde gesteckt, und...
... wird in die Erde gesteckt, und...
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Ausgelesen werden die Sensordaten auf dem Handy.
Ausgelesen werden die Sensordaten auf dem Handy.
zei
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Wenn von aufstrebenden chinesischen Handyherstellern die Rede ist, dann fällt einem zuerst Huawei ein. Hierzulande noch wenig bekannt sind dagegen Firmen wie Vivo, Oppo oder Xiaomi. Das liegt vor allem daran, dass diese Firmen Europa erst langsam ins Visier nehmen.

Bei Onlinehändlern findet man deren Produkte allerdings bereits und zu teils spektakulären Preisen. Besonders spannend ist das Sortiment von Xiaomi. Da sind einerseits die Smartphones, die neuste Technologie zu tiefen Preisen bieten. Andererseits hat der Konzern aber auch ein grosses Sortiment an anderen Geräten und Gadgets.

Das Spektrum reicht von Trottinetts, Fitnessarmbändern, Luftreinigern, Staubsaugroboter über Waagen, Lampen, Zahnbürsten bis zu Dronen, Virtual-Reality-Brillen, Fernsehern und Pflanzensensoren.

Letzteren habe ich mir die letzten Wochen von Galaxus ausgeborgt, angeschaut und ausprobiert. Die erste Überraschung erlebt man schon beim Auspacken. Auf der Schachtel steht nicht einmal Xiaomi. Dafür Huahuacaocao. Vermutlich eine Untermarke von Xiaomi?

Der Sensor kommt zum Vorschein

Nachdem ich mir beim Öffnen der Verpackung fast den Fingernagel abgebrochen habe, kommt schliesslich der Sensor zum Vorschein: Das etwa 10 cm lange Gerät sieht aus wie eine Mischung aus USB-Stick und Salatbesteck. Die schwarzen Gabelzinken steckt man in die Erde, und der weisse Teil bleibt an der Oberfläche.

Dann muss man nur noch die App installieren und das Gerät per Bluetooth mit dem Handy verbinden. Mit dem iPhone XS klappt das nicht auf Anhieb, mit dem Galaxy S10 schon. Seither harmoniert der Sensor allerdings genauso gut mit dem Apple-Telefon wie mit dem Android-Handy von Samsung.

In der App muss man noch angeben, um was für eine Pflanze es sich handelt. Das Sorgenkind in unserem Haushalt ist ein Ficus lyrata. Und schon kommen die Messresultate: Die Bodenfeuchte beträgt 41 und sollte zwischen 15 und 60 liegen. Schon mal perfekt. Die Bodenfruchtbarkeit beträgt 1489. Auch hier sind wir gut unterwegs. Der Richtwert liegt zwischen 350 und 2000. Lichtintensität haben wir 9459. Gefordert sind 1500 bis 45000. Und auch mit der Raumtemperatur von 21,2 Grad sind wir im empfohlenen Bereich von 12 bis 32 Grad.

Ja, und diese Daten werden nun täglich erfasst. Bei unserem Ficus sind die Messwerte durchs Band in Ordnung. Einzig beim Licht sieht es nicht immer ideal aus. Das liegt aber wohl eher am Wetter und vor allem daran, dass der Topf, wo der Sensor ja drin steckt, viel weniger Licht abbekommt als die höher gelegenen Blätter.

Die Crux mit dem Sensor

Auf jeden Fall hat unser per Hightech überwachter Ficus seine Winterkrise überstanden und macht wieder einen besseren Eindruck. Dafür ist uns just in der Testperiode eine andere Zimmerpflanze unerwartet verstorben.

Das zeigt dann auch die Crux mit dem Pflanzensensor. Einerseits müsste man eine ganze Armee davon haben, um alle Pflanzen zu überwachen. Was bei 45 Franken das Stück schnell ins Geld geht. Andererseits reicht es schon, wenn man den Sensor einmal kurz in den Topf steckt, um die wichtigsten Messwerte zu erfahren. Denn so viel verändert sich da ja auch wieder nicht.

Und ganz ehrlich, wenn man seine Pflanzen etwas im Auge hat, einen guten Giessrhythmus einhält, kommt man gut ohne einen solchen Sensor aus.

Fazit: Der Flower Care von Xiaomi ist eine lustige Spielerei (und ein gutes Geschenk) für Pflanzen- und Technikfreunde. Aber mit einem halbwegs grünen Daumen gehts weiterhin auch ohne Hightech.

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