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Die Barbaren auf Mamas Smartphone

Schon Erstklässler in der Schweiz sind süchtig nach «Clash of Clans». Eltern werden um Geld für virtuelle Juwelen angebettelt, Kinder gehen spätnachts auf Raubzug. Protokoll eines Elternabends.

Elternabend der vierten Klasse am Mittwochabend in einer Zürcher Schule: Das Wichtigste ist besprochen, die Eltern können Anliegen vorbringen. Eine Mutter fragt in die Runde: «Ist es bei euch auch so schlimm mit diesem ‹Clash of Clans›-Spiel?» Die Buben-Eltern nicken verständnisvoll; die Mädchen-Eltern sind ahnungslos; viele hören zum ersten Mal von dieser App. Die Lehrerin erklärt, dass viele Buben das Spiel spielen.

Es stellt sich heraus, dass ausnahmslos alle Buben in der Klasse «Clash of Clans» spielen, ein kostenloses Strategiespiel mit hohem Suchtfaktor. Darin führt der Spieler einen Barbarenstamm an. Man baut Häuser und Wälle, schöpft aus Minen Gold, fördert magisches Elixier und sorgt mit Mauern und Kanonen für eine robuste Verteidigung.

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