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Die Faktenkrise

Es ist schwierig geworden, verlässliche Informationen zu finden. Für fast jede These lassen sich Belege googlen. Gibt es überhaupt eine Wahrheit? Helfen können Fact-Checker.

Die Fact-Checker der «Washington Post» bewerten dubiose Aussagen mit Pinocchios. Foto: Judith Collins (Alamy)
Die Fact-Checker der «Washington Post» bewerten dubiose Aussagen mit Pinocchios. Foto: Judith Collins (Alamy)

Der Cursor blinkt. Die Finger flitzen über die Tastatur. «Die Schweizer werden immer ärmer», schreiben sie. Eine Information, die nicht stimmt. Verdreht, verzerrt, verrenkt. Doch der Artikel hat Wirkung. Der Pfeil klickt auf «Hochladen». Der falsche Fakt ist im Netz.

Jeder dritte Schweizer informiert sich über die sozialen und nicht über die traditionellen Medien. Dies zeigt eine aktuelle Bevölkerungsumfrage des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft (FÖG) der Universität Zürich. Auf unserer Facebookwall herrscht ein Tohuwabohu der Information: eine Politanalyse eines renommierten Journalisten, ein Pandavideo, ein Blogartikel über alternatives Reisen, ein Statement der besten Freundin zur nächsten Abstimmung, eine Wutschrift des Bruders gegen die verspäteten SBB. Jeder kann binnen Sekunden Informationen veröffentlichen. Es gibt keinen Filter, kein Türschloss.

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