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Die grösste Panne in der Blackberry-Geschichte

Das Smartphone-Netzwerk von RIM ist nach einem tagelangen Ausfall der Internetdienste vollständig wiederhergestellt. Ursache der Panne war der Ausfall eines Rechnerknotens in Grossbritannien.

Gau bei RIM: Wegen Netzwerk-Problemen konnten Blackberry-Kunden weltweit in den vergangenen Tagen nicht im Internet surfen oder E-Mails abrufen.
Gau bei RIM: Wegen Netzwerk-Problemen konnten Blackberry-Kunden weltweit in den vergangenen Tagen nicht im Internet surfen oder E-Mails abrufen.
Keystone

Nach einem tagelangen Ausfall der Internetdienste auf Blackberry-Smartphones hat der Hersteller die Panne am Donnerstag behoben. Das Netzwerk sei vollständig wieder hergestellt, sagte einer der beiden Chefs des Unternehmens Research in Motion (RIM), Mike Lazaridis, bei einer Telefonpressekonferenz. Seit Montag hatte RIM mit einem Daten-Rückstau zu kämpfen, der das Netzwerk in zahlreichen Ländern lahmlegte.

Es sei die grösste Panne in der Geschichte des Unternehmens, sagte Lazaridis. RIM werde alles tun, um das Risiko zu verringern, dass sich eine «Panne solchen Ausmasses» wiederhole, versicherte er. Lazaridis machte keine Angaben dazu, wie viele der rund 70 Millionen Kunden betroffen waren oder welche Kosten dem Unternehmen durch die Panne entstanden sind.

Die Entschuldigung des RIM-Gründers

Zugleich entschuldigte sich der RIM-Gründer bei den betroffenen Blackberry-Kunden: «Wir haben zwölf Jahre dafür gearbeitet, Ihr Vertrauen zu gewinnen, und wir werden alles dafür tun, es wiederzugewinnen», sagte Lazaridis. Er wies jedoch darauf hin, dass die Verfügbarkeit der Blackberry-Dienste in den vergangenen 18 Monaten bei 99,97 Prozent gelegen habe.

Wegen Netzwerk-Problemen konnten Blackberry-Kunden weltweit in den vergangenen Tagen nicht im Internet surfen oder E-Mails abrufen. Ursache der weitreichenden Panne war nach Angaben von RIM der Ausfall eines Rechnerknotens in Grossbritannien westlich von London.

Daten-Rückstau von E-Mails und Nachrichten

Von dem Zwischenfall waren nach Angaben von RIM Dienste in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Indien, Brasilien, Chile und Argentinien betroffen. Die Probleme weiteten sich am Mittwoch auch auf Kanada und die USA aus, wie RIM in einer in Montreal veröffentlichten Erklärung einräumte. Infolge des Netzwerk-Ausfalls sei ein Daten-Rückstau von E-Mails und Nachrichten aus Europa entstanden.

RIM schloss indes aus, dass die Probleme auf einen Hackerangriff oder einen Sabotageakt zurückzuführen sein könnten. Es gebe überhaupt keinen Grund zu dieser Annahme, sagte der für Software zuständige RIM-Vize David Yach in einer Telefon-Pressekonferenz.

Grosse Verluste an der Börse

Um den Blackberry, der vor allem von Geschäftsleuten genutzt wird, steht es derzeit ohnehin nicht zum Besten: Konkurrenten wie das iPhone von Apple und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android machen RIM zu schaffen. Die Aktien des Unternehmens haben seit Jahresanfang fast 60 Prozent an Wert eingebüsst.

AFP/rek

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