Zum Hauptinhalt springen

Die Marke mit dem Internetverbot

Sportartikelgigant Adidas will seine Waren nicht mehr auf den beiden grossen Internetplattformen Amazon und Ebay anbieten.

Neue Richtlinie für den Onlinehandel: Sportartikelhersteller Adidas.
Neue Richtlinie für den Onlinehandel: Sportartikelhersteller Adidas.
Keystone

Adidas will seine Waren nicht mehr auf den beiden grossen Internetplattformen Amazon und Ebay anbieten. Spätestens bis Ende des Jahres müssten sich alle Händler in Europa an diese Regelung halten, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch in Herzogenaurach einen Bericht des Fachblatts «Markt Intern». Dies sei Teil einer neuen Richtlinie für den Internethandel.

Amazon machte deutlich, dass das Unternehmen weiter mit Adidas zusammenarbeiten will. Der Geschäftsführer der deutschen Tochter, Ralf Kleber, sagte, Kunden wollten die Produkte des Sportartikelherstellers auf der Internetseite kaufen. Zahlreiche kleine und mittelständische Fachhändler stellten diese auf Amazon bereit. «Wir arbeiten gern mit Adidas und Reebok, um auch weiterhin sicherzustellen, dass ihre Produkte in einem optimalen Umfeld präsentiert werden können», sagte Kleber.

«Die Marken möglichst gut positionieren»

Nach der Adidas-Richtlinie dürfen die Produkte künftig nicht mehr über Onlineplattformen verkauft werden, die auch gebrauchte Waren des Herstellers anbieten, die über keine separaten Shops für die jeweiligen Adidas-Marken verfügen oder auf denen verschiedene Geschäfte dieselben Produkte offerieren, heisst es in der Richtlinie. Das Unternehmen stärkt damit die eigenen Handelspartner wie Intersport, Sport Schuster und Sport Scheck, die die Produkte des Unternehmens über eigene Websites verkaufen.

Adidas habe alle Vertriebskanäle untersucht und sich dann zu diesem Schritt entschieden, sagte die Sprecherin. Es gehe darum, «die Marken möglichst gut zu positionieren». Der Sportartikelhersteller könne seinen Händlern so etwas vorschreiben, da er diese Bedingungen nicht von bestimmten Umsatzzahlen abhängig mache, sagten Branchenexperten «Markt Intern».

dapd/rek

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch