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Die «verrückten» Ideen aus dem Geheimlabor von Google

Bisher war es nur ein Mythos, nun haben Informanten erstmals Details über die geheime Forschungseinrichtung von Google enthüllt. Dort soll der Internetkonzern nicht nur an der elektronischen Zukunft tüfteln.

Faszination Google: Schild beim Hauptsitz des Unternehmens in Kalifornien.
Faszination Google: Schild beim Hauptsitz des Unternehmens in Kalifornien.
Reuters

An einem geheimen Ort untergebracht und ähnlich verschwiegen geführt wie der US-Geheimdienst CIA: bisher war das Top-Secret-Labor Google X des US-Internetkonzerns primär ein Mythos. Nun hat die «New York Times» nach eigenen Angaben über Eingeweihte Google-Mitarbeiter erstmals Details über die sagenumwobene Forschungseinrichtung erfahren.

Zwar wollten die zwölf Insider anonym bleiben, doch sie bestätigten gegenüber der Zeitung, dass bei Google X an rund 100 futuristischen Projekten gearbeitet wird; Darunter die internetgesteuerte Zukunft der Haushaltsführung und der womöglich nächste Entwicklungsschritt der Raumfahrt.

Zukunftsmusik à la Google

Laut den Informanten arbeitet der Internetgigant etwa an einem Kühlschrank, der via Web aufgebrauchte Esswaren gleich selber nachbestellt. Google tüftle aber auch an der alten Idee eines Weltraumlifts. Dieser soll es der Menschheit dereinst ermöglichen, einfacher Daten aus dem Universum zu sammeln oder Material für die Raumfahrt an einem Kabel ins All zu schaffen. Last but not least forsche man bei Google X an einer Reihe von Möglichkeiten, wie in Zukunft Roboter Haus- und Gartenarbeit, aber auch die Informationsbeschaffung für Programme wie Google Maps übernehmen könnten.

Die «New York Times» weiss zu berichten, dass Google für sein Geheimlabor gleich mehrere namhafte Wissenschaftler aus den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz angeworben haben. Das deutsche Nachrichtenmagazin «Spiegel» berichtet ausserdem, dass Google Mitgründer Sergey Brin gleich selber in der Forschungseinrichtung tätig sei.

Fahrerloses Auto auf kalifornischen Strassen

Googles offizielle Stellen wollten das angebliche Geheimlabor bisher nicht kommentieren. Pressesprecherin Jill Hazelbaker meinte zwar, Investitionen in spekulative Projekte seien ein immanenter Teil der Firma, doch würden verhältnismässig kleine Summen Geld investiert. Auch Google-Mitbegründer Larry Page versucht allzu enthusiastische Stimmen diesbezüglich etwas zu bremsen: Es gebe ein paar «verrückte» Projekte bei Google, doch die würden lediglich einen geringen Teil der Investitionen einnehmen. «Wir sind schliesslich äusserst vorsichtige Verwalter der Gelder unserer Aktionäre.»

Derweil könnte eines der Google-X-Projekte schon bald zum neuen Geschäft für den Konzern werden. Googles fahrerloses Auto, welches im vergangen Jahr auf Kaliforniens Strassen getestet wurde, dürfte tatsächlich in Serienproduktion gehen. Laut eines Informanten plant der Konzern die Fertigung des Autos in den Vereinigten Staaten.

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