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«Eine Tyrannei von lautstarken Selfpromotern»

Der Publizist Peter Kemper stellt die Potenz von Facebook und Co. als Revolutionshelfer im arabischen Raum infrage. Kann das Internet sein Freiheitsversprechen grundsätzlich nicht einlösen?

Reto Knobel
Spielten bei den Aufständen zwar eine Rolle, aber vermutlich keine entscheidende:  Facebook und Twitter (Logos auf dem Tahrir-Platz in Kairo).
Spielten bei den Aufständen zwar eine Rolle, aber vermutlich keine entscheidende: Facebook und Twitter (Logos auf dem Tahrir-Platz in Kairo).
Keystone
Avancierte in Ägypten zum Internethelden: Wael Ghonim, der per Facebook zu Protesten aufrief.
Avancierte in Ägypten zum Internethelden: Wael Ghonim, der per Facebook zu Protesten aufrief.
Keystone
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Bald sind zwei Jahre seit dem Beginn des arabischen Frühlings vergangen. Wie lässt sich rückblickend der Einfluss von Facebook und Co. beurteilen, Herr Kemper? «Mir scheint, dass in der Internet-Gemeinde mittlerweile die Skepsis gewachsen ist, ob die neuen Medien eine freiheitliche Politik befördern können. Es wachsen die Zweifel am demokratischen Potenzial des Internets: Anstelle eines demokratischen Selbstläufers mit neuen, ungeahnten Partizipationschancen für den Einzelnen, könnte sich das Netz als weiteres Mittel zur Machtausübung entpuppen, das genauso für totalitäre wie für freiheitliche Ziele eingesetzt werden kann. Zudem garantieren die durch das Netz bereitgestellten Partizipationsmöglichkeiten noch keine lebendige Demokratie.»

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