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Facebook soll bei Änderungen um Erlaubnis fragen

Das soziale Netzwerk steht vor einer Einigung mit US-Datenschützern. Im Fokus steht die Infopolitik bei Änderungen, die Nutzerdaten einem grösseren Kreis zugänglich machen.

Soll künftig vor Änderungen Erlaubnis einholen: Facebook.
Soll künftig vor Änderungen Erlaubnis einholen: Facebook.
Keystone

Facebook steht offenbar kurz vor einer Einigung mit den US-Behörden über den Datenschutz. Demnach müsste sich das soziale Netzwerk künftig bei Änderungen, die die persönlichen Daten der Nutzer einem grösseren Kreis zugänglich machen, vorher eine Erlaubnis dazu einholen.

Die Zeitung «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, Facebook habe sich damit einverstanden erklärt und wolle so einen seit fast zwei Jahren anhängigen Streit mit der US-Handelskommission (FTC) beilegen.

Bisher lieber nachträglich informiert

Ein Verfahren, bei dem die Nutzer vorher um ihre Zustimmung gebeten werden, wird als «Opt-in» bezeichnet. Firmen wie Facebook benutzen viel lieber das «Opt-out», bei dem die Nutzer Änderungen nachträglich wieder rückgängig machen können, wenn sie diese nicht wollen.

Facebook sorgte in der Vergangenheit schon häufiger mit Änderungen für Unmut. Grundlage des Streits war denn auch eine Beschwerde von Nutzern, deren persönliche Daten wie Name, Bilder oder Heimatort plötzlich nach einer Änderung für jedermann im Internet sichtbar waren, obwohl sie diese Daten vorher ausdrücklich nur bestimmten Gruppen von Leuten zugänglich gemacht hatten.

Teil der Einigung soll es laut «Wall Street Journal» auch sein, dass Facebook seien Datenschutz 20 Jahre lang von der US-Regierung überwachen lässt.

dapd

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