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Gefangen in der Blase

Die Personalisierung der virtuellen Welt schreitet ungebremst voran, Informationen werden gefiltert. Doch dafür zahlen wir einen hohen Preis. Einen zu hohen, warnt Buchautor Eli Pariser. Und zeigt die Folgen auf.

Der US-Amerikaner Eli Pariser, Autor des Buches «Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden», ist führendes Mitglied von Moveon.org, einer Internetplattform mit 5 Millionen Mitgliedern, die durch den Widerstand zur Bush-Regierung bekannt wurde. Der 33-jährige Pariser schreibt für die «Washington Post», die «Los Angeles Times» und das «Wall Street Journal».
Der US-Amerikaner Eli Pariser, Autor des Buches «Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden», ist führendes Mitglied von Moveon.org, einer Internetplattform mit 5 Millionen Mitgliedern, die durch den Widerstand zur Bush-Regierung bekannt wurde. Der 33-jährige Pariser schreibt für die «Washington Post», die «Los Angeles Times» und das «Wall Street Journal».
Jenny Gillette
In «Filter Bubble» zeigt er auf, wie sich das Internet fundamental verändert – ohne dass der Normalnutzer dies bemerkt. Dabei sei die Personalisierung die Kernstrategie der grossen Internetkonzerne.Dieses Bestreben schaffe eine Filter Bubble, eine Filter-Blase also, welche uns daran hindere, Dinge zu sehen, welche uns nicht interessieren. Der Nutzer sei sich nicht bewusst, dass er dadurch wichtige Ereignisse oder entscheidende Ideen verpasse. «In der Filter Bubble bekommt der Nutzer keine komplette Lageerfassung, keinen Rundumblick, sondern immer nur einen kleinen Ausschnitt», schreibt Pariser.
In «Filter Bubble» zeigt er auf, wie sich das Internet fundamental verändert – ohne dass der Normalnutzer dies bemerkt. Dabei sei die Personalisierung die Kernstrategie der grossen Internetkonzerne.Dieses Bestreben schaffe eine Filter Bubble, eine Filter-Blase also, welche uns daran hindere, Dinge zu sehen, welche uns nicht interessieren. Der Nutzer sei sich nicht bewusst, dass er dadurch wichtige Ereignisse oder entscheidende Ideen verpasse. «In der Filter Bubble bekommt der Nutzer keine komplette Lageerfassung, keinen Rundumblick, sondern immer nur einen kleinen Ausschnitt», schreibt Pariser.
AFP
Vor fast 40 Jahren plädierte die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten Richard Nixon (Bild) für die Einforderung der echten Kontrolle über unsere Daten (Fair Information Practice).Diese umfasst folgende Punkte:Wir sollten wissen, wer welche persönlichen Daten über uns hat und wie diese verwendet werden.Wir sollten verhindern können, dass zu einem bestimmten Zweck gesammelte Informationen für einen anderen Zweck eingesetzt werden.Der Nutzer muss falsche Informationen über sich korrigieren können.Die gesammelten Daten sollten sicher sein.Leider aber warte die Gesellschaft 2012 immer noch darauf, dass diese Prinzipien durchgesetzt werden.
Vor fast 40 Jahren plädierte die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten Richard Nixon (Bild) für die Einforderung der echten Kontrolle über unsere Daten (Fair Information Practice).Diese umfasst folgende Punkte:Wir sollten wissen, wer welche persönlichen Daten über uns hat und wie diese verwendet werden.Wir sollten verhindern können, dass zu einem bestimmten Zweck gesammelte Informationen für einen anderen Zweck eingesetzt werden.Der Nutzer muss falsche Informationen über sich korrigieren können.Die gesammelten Daten sollten sicher sein.Leider aber warte die Gesellschaft 2012 immer noch darauf, dass diese Prinzipien durchgesetzt werden.
AFP
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Kein Internet-Sachbuch hat in Übersee 2011 so hohe Wellen geworfen wie «Filter Bubble» von Eli Pariser. Der 32-jährige studierte Politologe und Jurist warnt darin vor der Personalisierung des Internets. Das Buch ist seit kurzem in der deutschen Übersetzung erhältlich («Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden»).

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