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Google ändert Internetsuche

Der Internetkonzern hat im Streit mit Mitbewerbern über einen möglichen Missbrauch seiner marktdominierenden Stellung in Europa deutliche Zugeständnisse signalisiert.

Die EU-Kommission teilte am Donnerstag mit, Google habe eingewilligt, seine Internetsuche in Europa zu ändern. Der Konzern wolle künftig klarer ausweisen, welche Suchergebnisse «natürliche» seien und welche Resultate er selbst an die Spitze der Liste setze. Ausserdem wolle Google neben Links zu den eigenen Diensten wie Youtube oder Google Maps künftig auch Hinweise zu Diensten seiner Wettbewerber liefern.

Einmonatiger Markttest

Im Rahmen der Änderungen sollen Zeitungsverleger auch besser kontrollieren können, welche Inhalte auf Google News, der Internet-Nachrichtenseite von Google, zu sehen sind. Zudem will der Konzern den Angaben zufolge Webseiten die Möglichkeit geben, ihre Inhalte aus den speziellen Suchdiensten von Google herauszuhalten.

Die EU-Kommission hat nun einen einmonatigen Markttest dieser Zugeständnisse von Google vorgeschlagen. Wettbewerber des Internetriesen sollen dadurch beurteilen, ob die neuen Regelungen ausreichen. Sollte die Kommission den Änderungen dann zustimmen, wäre Google für fünf Jahre verpflichtet, sich daran zu halten.

Totaler Dominator

Die EU-Kommission ermittelt seit 2010 gegen den Google-Konzern, der mit seiner Suchmaschine innerhalb der EU auf einen Marktanteil von über 90 Prozent kommt. Bei den Ermittlungen geht es darum, ob der kalifornische Internetriese den Wettbewerb unterdrückt. Den Anstoss zu den EU-Ermittlungen hatten Beschwerden von Google-Rivalen gegeben, darunter der Softwarekonzern Microsoft.

(SDA)

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