Zum Hauptinhalt springen

Google auf Konfrontationskurs

Der IT-Konzern hat in einem seit Jahren andauernden Rechtsstreit den Richter dazu aufgefordert, die Interessenvertretungen der Autoren und der Fotografen als Streitparteien vom Verfahren auszuschliessen.

Im sechs Jahre andauernden Rechtsstreit um die Zukunft der weltweit grössten digitalen Bibliothek hat Google am Donnerstag den vorsitzenden Richter dazu aufgefordert, die Interessenvertretungen der Autoren und der Fotografen als Streitparteien vom Verfahren auszuschliessen.

Die Autorengilde und die American Society of Media Photographers besässen nicht die Urheberrechte an den digitalisierten Werken und würden nicht in jedem Fall alle relevanten Einzelheiten kennen, sagte Google-Anwältin Daralyn Durie.

Die Anwältin der Autorengilde, Joanne Zack, hielt dagegen, dass, müsste jeder Autor und Fotograf einzeln sein Recht einklagen, Millionen dies entweder aus finanziellen Gründen, Angst vor einem Streit mit dem Riesenunternehmen Google oder Ahnungslosigkeit nicht könnten.

Bereits 20 Millionen Bücher eingescannt

Google hat eigenen Angaben zufolge für die New Yorker digitale Bibliothek bereits mehr als 20 Millionen Bücher eingescannt. Ursprünglich sollten 130 Millionen Werke digitalisiert werden. Vor einem Jahr hatte Richter Denny Chin noch einen Vergleich über 125 Millionen Dollar zwischen Google und der Autorengilde nach zahlreichen Einwänden - unter anderem von Google-Konkurrenten aber auch dem Justizministerium - abgelehnt.

Viele der Probleme würden sich in Luft auflösen, würden nur Bücher digitalisiert, bei denen die Rechteinhaber ihre Zustimmung gegeben haben, sagte Richter Chin damals. Stattdessen müssten sie Einspruch gegen eine Digitalisierung erheben.

dapd

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch