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«Google ist eine Art ausgelagertes Gehirn»

Aus Garagenfirmen werden multinationale Konzerne, aus Althippies iGods oder teufelgleiche Manager: Carsten Görig über die Risiken und Nebenwirkungen, wenn wir unsere intimsten Dinge gewinnorientierten Diensten anvertrauen.

Reto Knobel
«Die Transparenz, die man von den Nutzern fordert, wird selbst nicht eingehalten»: Carsten Görig kritisiert Facebook-Chef Mark Zuckerberg (Bild).
«Die Transparenz, die man von den Nutzern fordert, wird selbst nicht eingehalten»: Carsten Görig kritisiert Facebook-Chef Mark Zuckerberg (Bild).
AFP
«iGod» Steve Jobs: Die Inszenierung funktioniert für Görig gut, «aber nur, weil eben auch die Produkte gut sind.»
«iGod» Steve Jobs: Die Inszenierung funktioniert für Görig gut, «aber nur, weil eben auch die Produkte gut sind.»
AFP
«Gerade bei den Google-Gründern (im Bild Larry Page) und Mark Zuckerberg sehe ich eine Reduzierung des menschlichen Seins auf das, was sich von Computern berechnen lässt», kritisiert Carsten Görig.
«Gerade bei den Google-Gründern (im Bild Larry Page) und Mark Zuckerberg sehe ich eine Reduzierung des menschlichen Seins auf das, was sich von Computern berechnen lässt», kritisiert Carsten Görig.
AFP
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Carsten Görig, in Ihrem neuen Buch schreiben Sie: «Es gibt viele Punkte in der Entwicklung des Netzes, welche uns Sorgen bereiten müssen.» Was genau macht Ihnen denn am meisten Angst? Angst ist das falsche Wort, denn ich habe keine Angst vor der Zukunft oder vor dem Internet, was mir manchmal unterstellt wird. Sorgen allerdings schon. Am meisten davor, dass wichtige Teile des menschlichen Wissens, der menschlichen Kommunikation, in die Hände von Konzernen übergehen, die sich kaum kontrollieren lassen, die unsere Daten, unser Tun und Handeln und unsere Kreativität für ihre kommerziellen Zwecke nutzen und vor allem: Die Macht haben, sie zu zensieren, zu beschränken. Die Konzerne sind es, die die Zukunft des Internets gestalten, nicht die Menschen, die es nutzen, nicht die Nutzer.

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