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Google startet eigenen Musik-Streaming-Dienst

Spotify erhält Konkurrenz: Der Internetriese Google präsentierte an der Entwicklerkonferenz in San Francisco mit Google Play All Access seinen eigenen Musik-Streaming-Dienst. Es war nicht die einzige Überraschung.

Neuer Google-Dienst: Hugo Barra vom Android-Produktmanagement stellt Google Play vor. (15. Mai 2013)
Neuer Google-Dienst: Hugo Barra vom Android-Produktmanagement stellt Google Play vor. (15. Mai 2013)
AFP

Google geht mit einer Reihe neuer Multimedia-Dienste für Internetnutzer weiter in die Offensive. Der US-Konzern kündigte unter anderem ein neues Angebot zum Abspielen von Musik aus seinem Onlinekiosk Play an. Daneben will Google Nutzern künftig die direkte Kommunikation untereinander mit einem überarbeiteten Nachrichtendienst erleichtern. Auch zeigte der Konzern eine neue Version seines Kartendienstes Maps, die Anwendern individuelle Stadt- und Landkarten entsprechend ihrer Bedürfnisse anzeigen soll.

Der neue Musikdienst Google Play All Access ist gegen eine monatliche Gebühr zu nutzen – zunächst allerdings nur in den USA, wie der Internetkonzern bei seiner Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco ankündigte. Verfügbar ist dieses sogenannte Musikstreaming-Angebot auf normalen Computern sowie für Smartphones und Tabletcomputer mit dem Google-Betriebssystem Android. Mit All Access macht Google Streamingdiensten wie Spotify oder Napster Konkurrenz. Dabei wird die Musik direkt aus dem Internet abgespielt und nicht als Datei auf dem Abspielgerät gespeichert.

Der Musik-Dienst ist den Angaben zufolge in den USA für eine monatliche Gebühr von 9,99 US-Dollar (rund 7,75 Euro) verfügbar. In anderen Ländern soll das Angebot bald folgen, wie Google-Manager Chris Yerga sagte. Mit dem Streamingangebot könnten sich Nutzer ein «Radio ohne Regeln» schaffen.

«Eine eigene, persönliche Karte»

Der überarbeitete Dienst Hangouts vereint ab sofort verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, teilte Google mit. Neben Videokonferenzen für bis zu zehn Personen ist damit nun auch der Versand von Kurznachrichten an möglich. Google führt für das überarbeitete Angebot verschiedene bestehende Dienste zusammen. Dazu gehört auch das Chat-Programm Google Talk, das beispielsweise in den E-Mail-Dienst Gmail integriert ist. Mit Hangouts greift Google vergleichbare Angebote wie WhatsApp oder den Facebook Messenger an.

Beim Kartendienst Maps bekämen Nutzer künftig «eine eigene, persönliche Karte gezeichnet», teilte Google mit. Bei Suchanfragen etwa nach einem Restaurant erhielten Nutzer ähnliche interessante Ergebnisse in der Umgebung gezeigt, die ihren Anforderungen entsprächen. Zudem würden die Karten künftig interaktiver, weil Zusatzinformationen zu den Suchergebnissen auf den Karten direkt angezeigt würden. Mit der Nutzung des Dienstes verbesserten sich die individuellen Suchergebnisse. Ausserdem könnten Nutzer künftig leichter Reisen an einen Ort planen und dabei verschiedene Verkehrsmittel vergleichen.

Überraschungsauftritt von Larry Page

Google teilte bei der Entwicklerkonferenz zudem mit, dass sich die Zahl der mit seinem Betriebssystem Android laufenden Smartphones und Tablets im vergangenen Jahr auf 900 Millionen mehr als verdoppelt habe. Drei von vier Smartphones, die im ersten Quartal des Jahres auf der Welt verkauft wurden, verfügen demnach über Android.

Einen Überraschungsauftritt hatte Google-Chef Larry Page, über dessen Gesundheitszustand zuletzt viel spekuliert worden war. Heute hatte Page öffentlich gemacht, an einer teilweisen Lähmung seiner Stimmbänder zu leiden.

Der Mitgründer des Internetriesen hatte im vergangenen Jahr an mehreren wichtigen Veranstaltungen nicht teilgenommen und zwischenzeitlich auf ärztlichen Rat hin überhaupt nicht geredet. «Wir sind hier, weil wir einen tiefen Optimismus teilen über das Potenzial von Technologie, das Leben von Menschen zu verbessern», sagte Page, der auch eine halbe Stunde lang Fragen aus dem Publikum beantwortete.

(AFP)

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