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Julian Assange gibt nicht auf

Der Gründer von Wikileaks kämpft verzweifelt gegen seine Auslieferung nach Schweden. Er befürchtet, dass er am Ende den US-Behörden in die Hände fällt.

Soll eine Frau vergewaltigt haben: Julian Assange beim Verlassen des Gerichts in London. (Archivbild)
Soll eine Frau vergewaltigt haben: Julian Assange beim Verlassen des Gerichts in London. (Archivbild)
Keystone

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat beim Obersten Gerichtshof in Grossbritannien Berufung gegen seine Auslieferung nach Schweden eingelegt. Ein entsprechender Antrag sei eingegangen, sagte die Justizstelle in London.

Die Anwälte des 40-jährigen Australiers reichten Widerspruch gegen eine Entscheidung des High Court in London ein, der Anfang November bereits in zweiter Instanz eine Überstellung an Schweden für rechtens erklärt hatte, wie die britische Justiz mitteilte. In dem Antrag fordern Assanges Anwälte den High Court auf, den Fall an das höchste britische Gericht, den Supreme Court, weiterzureichen, wie ein Justizsprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Eine Anhörung ist demnach für den 5. Dezember geplant.

Auslieferung «ungerecht und ungesetzlich»

Der High Court bestätigte in dem Berufungsprozess eine entsprechende Entscheidung der Vorinstanz und wies die Argumentation der Verteidigung zurück, eine Auslieferung sei «ungerecht und ungesetzlich». Assange hatte nach dem Urteil zwei Wochen Zeit, um eine neue Berufung vor dem Supreme Court zu beantragen. Diese Frist wäre am Mittwoch abgelaufen.

Schwedens Justiz will Assange zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung vernehmen. Der Australier soll im August 2010 mit zwei Schwedinnen ohne deren Einwilligung ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben. Assange bestreitet dies und sieht in den Vorwürfen ein politisches Komplott. Er befürchtet, dass Schweden ihn letztlich an die USA ausliefern könnte. Wikileaks hatte unter anderem durch die Veröffentlichung vertraulicher US-Depeschen den Zorn Washingtons auf sich gezogen.

dapd/kpn

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