Mehr Pfupf für Spotify!

Die besten Tricks für Musikstreaming für bessere Suchen, schönere Playlists, vielfältigere Musikprogramme und den perfekten Partymix.

Die Rosen (links) sind nicht für Spotify. Die Aufklärung gibt es im Video. (Aber nur für Leute, die genau hinsehen.)
Video: Matthias Schüssler

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Spotify legt seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum hin. Und das trotz mächtiger Konkurrenz. Apple mischt seit 2015 beim Streaming-Geschäft mit. Doch Apple Music konnte dem schwedischen Musikstreamingdienst bislang nicht das Wasser abgraben: Spotify wächst genauso weiter wie vor dem Markteintritt Apples. Gemäss Statista.com hatte Spotify im Juli dieses Jahres 60 Millionen Nutzer. Apple kam auf 27 Millionen.

Grund für die Beliebtheit ist einerseits die Vielfalt beim Angebot. Spotify hat nicht nur Musik, sondern auch Hörbücher zu bieten. Seit Mai 2015 gibt es auch Podcasts im Angebot, zum Beispiel «Fest und Flauschig» mit Satiriker Jan Böhmermann und Musiker/Moderator Olli Schulz.

Apple Music abgehängt

Andererseits gibt es bei Spotify vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Nebst den Apps für mobile Geräte bringt Spotify Connect Musik auch auf viele moderne Fernseher und WLAN-Lautsprecher. Und auch die Programme für Windows und Mac haben einiges zu bieten, wie unser Video mit den besten Tipps und Tricks zu Spotify zeigt.

Das sind Tricks aus dem Video:

Songs hören, die es bei Spotify gar nicht gibt. Am Windows-PC oder Mac stehen auch die Dateien aus der eigenen, auf der Festplatte gespeicherten Musiksammlung zur Verfügung. Man darf sie in Wiedergabelisten frei mit Stücken aus dem Spotify-Repertoire kombinieren. Und wenn man diese gemischten Wiedergabelisten am Smartphone oder Tablet fürs Offline-Hören herunterlädt, dann werden auch die eigenen Songs aufs Gerät übertragen und können unterwegs abgespielt werden.

In Wiedergabelisten Songs aus dem Spotify-Repertoire mit Raritäten aus der eigenen Musiksammlung kombinieren.

Wichtig ist, dass sich während des Herunterladens der Computer und das mobile Gerät im gleichen WLAN befinden. Und es kann unter Umständen nötig sein, während der Übertragung die Firewall abzuschalten (Anleitung für Windows und für den Mac).

Schöne Wiedergabelisten. Mit den Desktop-Programmen für Windows und Mac ist es möglich, Playlists mit einem eigenen Cover-Bild auszustatten.

Gezielter Suchen. Die Suchparameter helfen, die Resultate einer Abfrage von Künstlern, Alben oder Songs einzugrenzen. Mit dem Schlüsselbegriff «genre:» filtert man nach einem bestimmten Musikstil. «genre:swissrock» zeigt zum Beispiel Schweizer Rockmusiker.

Swissrock? In Schweden annähernd unbekannt

Die Ausbeute dieser Suche ist allerdings sehr bescheiden. Das dürfte daran liegen, dass der Spotify-Katalog nicht gerade üppig mit Schweizer Künstlern bestückt ist.

Mit dem Schlüsselbegriff «year:» findet eine Beschränkung auf Ausnahmen aus der angegebenen Zeitperiode statt. Suchen Sie zum Beispiel mit «black sabbath year:1970-1975» nach den wirklich guten Stücken dieser Band.

Warteschlange und Verlauf. Bei der Warteschlange passt man sein Musikprogramm den Umständen und der Stimmung an, ohne die ausgewählte Wiedergabeliste selbst zu verändern. Und im Verlauf werden die abgespielten Stücke aufgeführt. Kamen beispielsweise im «Mix der Woche» einige besonders denkwürdige Songs zum Zug, kann man die jederzeit nachträglich durch einen Klick aufs Plus-Symbol in der eigenen Bibliothek speichern.

Wiedergabelisten teilen und gemeinsam pflegen. Wiedergabelisten lassen sich auf vielfältige Weise an Freunde und Bekannte weiterreichen. Blogger haben ausserdem die Möglichkeit, Wiedergabelisten in ihren Beiträgen einzubinden und öffentlich zugänglich zu machen. Und übrigens: Wenn Sie eine Wiedergabeliste mit Freunden gemeinsam pflegen möchten, dann richten Sie eine gemeinsame Playlist ein. Die Leute, mit denen Sie sie teilen, dürfen dann eigene Songs beisteuern – allerdings auch von Ihnen hinzugefügte Titel rauswerfen und die Reihenfolge durcheinanderbringen.

Radiotauglichkeit bewiesen

Der perfekte Party-Musikmix. Mit der Pacemaker-App (kostenlos fürs iPad und iPhone) legt man Musik aus dem Spotify-Katalog auf virtuelle Plattenteller auf und mischt sie nach allen Regeln der DJ-Kunst, egal ob man nun eine Vorliebe für Beatmixe, Loops, Beatskips oder das Scratching hat. Den Sound passt man über viele, teils kostenpflichtige Zusatzmodule an, zum Beispiel über den Equalizer, den Hall oder den Hi-Lo-Effekt. Die App ist übrigens erwiesenermassen radiotauglich.

Pacemaker beherrscht alle DJ-Tricks.

Mit anderen Diensten verknüpfen. Mit dem cleveren Webdienst Ifttt.com (siehe Das ganze Netz zu Ihren Diensten) lässt sich der Musikdienst auch überaus raffiniert automatisieren: Das erlaubt es, den wöchentlich von Spotify neu zusammengestellten «Mix der Woche» zu archivieren. Spotify arbeitet auch mit den smarten Lampen von Philips zusammen, protokolliert alle gespielten Songs in einer Google-Tabelle oder verbindet Wiedergabelisten mit einem Tumblr-Blog.

Sich mit Musik wecken lassen. Die Wecker-Apps fürs iPhone sind leider aus dem Store verschwunden, doch für Android gibt es sie noch. Zum Beispiel Alarmify (kostenlos): Die App holt Sie zur vorgegebenen Tagwach-Zeit mit Ihrer Lieblingswiedergabeliste aus dem Schlaf.

Das vergessene Repertoire erkunden. Während Ed Sheeran 2017 milliardenfach gestreamt wurde, gibt es etwa vier Millionen Stücke bei Spotify, die sich noch nie jemand angehört hat. Wenn Sie bereit sind, Neuland zu betreten, dann hilft Forgotify.com weiter (siehe auch Wo kein menschliches Ohr jemals gewesen ist). Dieser Dienst präsentiert Ihnen einen bisher ungestreamten Song nach dem nächsten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.12.2017, 15:34 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

Was sind Ihre Anliegen?

In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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