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Mein Kind, süchtig nach dem Smartphone

Sozialer Druck, zerbrochene Freundschaften. Der Bericht des Sorgentelefons für Kinder zeigt: Der Nachwuchs leidet zunehmend unter Smartphone-Stress.

Immer erreichbar: Jugendlicher mit Smartphone.
Immer erreichbar: Jugendlicher mit Smartphone.
Christian Beutler, Keystone

Immer und überall erreichbar sein, jede SMS sofort beantworten: Für viele Kinder wird das Smartphone zu einem Stressfaktor. Beim kostenlosen Sorgentelefon für Kinder beobachten die Berater vermehrt Kinder, die sich ständig ausgelaugt fühlen, Konzentrationsschwierigkeiten haben und über ein andauerndes Unbehagen klagten. Der Grund der Erschöpfung: Die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone, wie die «Aargauer Zeitung» mit Verweis auf den Jahresbericht des Sorgentelefons schreibt.

«Das ist tatsächlich ein Problem», sagt der Social-Media-Experte und Gymnasiallehrer Philippe Wampfler der «Aargauer Zeitung». Auf Plattformen wie Whatsapp und Instagram, die bei Kindern und Jugendlichen beliebt sind, sei der Druck hoch, sofort auf Nachrichten und Posts zu reagieren.

Deshalb sei es auch für viele Junge fast unmöglich, konzentriert zu arbeiten, sagt Wampfler. «Das Smartphone auf dem Tisch bedeutet eine permanente Versuchung, etwas anderes zu tun, als sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren», sagt er.

Offlinesein löst Freundschaftskrise aus

Medienwissenschafterin Sarah Genner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) kennt mehrere Fälle, in denen das Ignorieren des Smartphones eine Freundschaftskrise auslöste. Eine traurige Nachricht länger als eine halbe Stunde zu ignorieren, werde nicht akzeptiert, sagt sie der «Aargauer Zeitung».

Genner sagt, dass Eltern und Lehrkräfte klare Regeln aufstellen müssen. Die Forschung zeige, dass Kinder und Jugendliche Beschränkungen befürworten würden, so Genner. Wichtig sei vor allem auch die Vorbildfunktion der Eltern: «Was man vorlebt, wirkt stärker als das, was man sagt.»

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