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Microsofts nächster Milliardendeal?

Der Windows-Hersteller und zwei Beteiligungsgesellschaften bereiten laut einem Bericht des «Wall Street Journal» ein milliardenschweres Angebot für den angeschlagenen Internetpionier Yahoo vor.

Seit langem an Yahoo interessiert: Microsoft hatte bereits 2008 für Yahoo geboten; Mitgründer Jerry Yang wies das Angebot im Wert von mehr als 47 Milliarden Dollar damals als zu niedrig zurück.
Seit langem an Yahoo interessiert: Microsoft hatte bereits 2008 für Yahoo geboten; Mitgründer Jerry Yang wies das Angebot im Wert von mehr als 47 Milliarden Dollar damals als zu niedrig zurück.
Keystone

Microsoft habe sich mit den Investoren Silver Lake Partners und Canada Pension Plan Investment Board zusammengetan, aber noch nicht endgültig entschieden, ob es den Plan auch wirklich umsetzen werde, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte Quellen. Laut dem Bericht haben mindestens neun Beteiligungsgesellschaften Yahoo im Visier – wegen der rund 700 Millionen Nutzer, die monatlich auf eine Seite des Konzerns wie Yahoo News, Yahoo Finance oder Yahoo Sports gehen.

Microsoft hatte bereits 2008 für Yahoo geboten; Mitgründer Jerry Yang wies das Angebot im Wert von mehr als 47 Milliarden Dollar (heute rund 34 Milliarden Euro) damals als zu niedrig zurück und musste wegen heftiger Kritik vieler Aktionäre daraufhin gehen. Laut «Wall Street Journal» sind nun rund 20 Milliarden Dollar als Preis für Yahoo im Gespräch.

Schwierige Firmenreform

Das Übernahmegerücht hält sich seit Wochen. Anfang September hatte Yahoo seine Chefin Carol Bartz nach weniger als drei Jahren im Amt gefeuert; seitdem versucht Finanzvorstand Tim Morse das Unternehmen, eine umfassende Reform des Unternehmens auszuarbeiten. Yahoo versucht seit Jahren, sich gegen die starke Konkurrenz von Google und Facebook zu behaupten. Seit zwei Jahren arbeitet Yahoo mit Microsoft bei ihren Suchmaschinen zusammen.

Yahoo, früher der führende Anbieter von Suchmaschinentechnologie, verkauft heute vor allem Bannerwerbung und bietet Dienste wie ein Nachrichtenportal und E-Mail an. Das Unternehmen verbuchte 2010 einen Umsatz von 6,23 Milliarden Dollar und beschäftigt etwa 13'600 Mitarbeiter.

AFP/rek

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