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«Mit 50 Dollar können Sie die Website Ihrer Konkurrenz ausknipsen»

Udo Schneider beobachtet seit mehr als zehn Jahren die globale Kriminalität im Internet.

Vor gut einem Jahr wurde bekannt, dass Firmen wie Google und Adobe, aber auch Security-Firmen über Monate ausspioniert wurden. Google beschuldigte die chinesische Regierung, hinter den Angriffen zu stehen. Dass der chinesische Staat direkt beteiligt war, konnte nie nachgewiesen werden, die Angriffe wurden aber klar von chinesischen Universitäten aus gestartet. Technisch war der Lauschangriff «nicht wirklich neu», sagt Udo Schneider. Aufgeflogen sei das Ganze, weil der Angriff derart breit ausgeführt worden sei. Google drohte vorübergehend damit, sein China-Geschäft einzustellen. Ausserdem hat der Suchgigant seither Windows fast vollständig aus dem Unternehmen verbannt.(rcz)
Vor gut einem Jahr wurde bekannt, dass Firmen wie Google und Adobe, aber auch Security-Firmen über Monate ausspioniert wurden. Google beschuldigte die chinesische Regierung, hinter den Angriffen zu stehen. Dass der chinesische Staat direkt beteiligt war, konnte nie nachgewiesen werden, die Angriffe wurden aber klar von chinesischen Universitäten aus gestartet. Technisch war der Lauschangriff «nicht wirklich neu», sagt Udo Schneider. Aufgeflogen sei das Ganze, weil der Angriff derart breit ausgeführt worden sei. Google drohte vorübergehend damit, sein China-Geschäft einzustellen. Ausserdem hat der Suchgigant seither Windows fast vollständig aus dem Unternehmen verbannt.(rcz)
Keystone
Ende des vergangenen Jahres sorgte Wikileaks mit seinen Enthüllungen aus der US-Diplomatie für viel politische Aufregung. Paypal, Mastercard oder die Postfinance kappten deren Zahlungsverbindungen. Als Reaktion darauf wurden diese Institutionen mittels sogenannter DDOS-Angriffe vorübergehend lahmgelegt. Das ganze Medienecho hat auch Mitläufer auf den Plan gerufen. Technisch waren die Angriffe eher primitiv und teils dilettantisch ausgeführt, weshalb man einzelne Täter auch sofort erwischt hat. Es wurde nichts gehackt; die betroffenen Seiten waren einfach nicht erreichbar.(rcz)
Ende des vergangenen Jahres sorgte Wikileaks mit seinen Enthüllungen aus der US-Diplomatie für viel politische Aufregung. Paypal, Mastercard oder die Postfinance kappten deren Zahlungsverbindungen. Als Reaktion darauf wurden diese Institutionen mittels sogenannter DDOS-Angriffe vorübergehend lahmgelegt. Das ganze Medienecho hat auch Mitläufer auf den Plan gerufen. Technisch waren die Angriffe eher primitiv und teils dilettantisch ausgeführt, weshalb man einzelne Täter auch sofort erwischt hat. Es wurde nichts gehackt; die betroffenen Seiten waren einfach nicht erreichbar.(rcz)
Reuters
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Im zurückliegenden Jahr sorgte IT-Sicherheit mehrmals für Schlagzeilen. Google wurde ausspioniert, iranische Atomanlagen sabotiert, und Wikileaks-Sympathisanten legten Zahlungsinstitute lahm. Sie analysieren solche und weitere Vorkommnisse seit über zehn Jahren aus technischer Sicht. Reicht diese Perspektive noch?

Nein, überhaupt nicht, die Technik ist nur eine Komponente. Auf dieser Ebene sind das alles lösbare Probleme. Doch wenn man die globale Cyberkriminalität verstehen will, muss man die wirtschaftlichen Hintergründe anschauen. Für das Verständnis macht das gut 80 Prozent aus, hier fliesst sehr viel Geld.

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