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Neue Chefs befehlen gut

Kommunikativer, teamorientierter: Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook möchte bei Apple offenbar einen neuen Führungsstil etablieren. Die ersten zehn Wochen agierte er allerdings nicht immer glücklich.

Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Eric Risberg, Keystone
Tim Cook arbeitet seit 1998 bei Apple, seit 24. August 2011 ist er CEO.
Tim Cook arbeitet seit 1998 bei Apple, seit 24. August 2011 ist er CEO.
Reuters
Cooks Management-Stil illustrierte «Fortune» mit folgender Anekdote aus den 90er-Jahren. Apple-Manager um Cook beraten über ein Problem in Asien. «Das ist schlimm», sagt er. «Jemand sollte sich direkt in China darum kümmern.» Eine halbe Stunde später blickt er einem der Anwesenden ins Gesicht und fragt: «Warum sind Sie eigentlich noch hier?»
Cooks Management-Stil illustrierte «Fortune» mit folgender Anekdote aus den 90er-Jahren. Apple-Manager um Cook beraten über ein Problem in Asien. «Das ist schlimm», sagt er. «Jemand sollte sich direkt in China darum kümmern.» Eine halbe Stunde später blickt er einem der Anwesenden ins Gesicht und fragt: «Warum sind Sie eigentlich noch hier?»
Keystone
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Es gibt weniger als eine Handvoll Zeitungen, denen es regelmässig gelingt, an Insiderinformationen aus dem abgeschotteten Apple-Universum zu gelangen. Eine davon ist das «Wall Street Journal». Das hat vor allem damit zu tun, dass der verstorbene Firmenchef Steve Jobs mit «WSJ»-Autor Walt Mossberg freundschaftlich verbunden war.

Gesprächig und karitativ

Die (Artikel nur auszugsweise verfügbar)berichtet nun von einer veränderten Firmenkultur seit dem Ableben von Steve Jobs am 5. Oktober. Anders als sein Vorgänger kümmere sich Tim Cook zum Beispiel um administrative Aufgaben wie Beförderungen und suche vermehrt das Gespräch mit seinen Mitarbeitern. Diese sollen bessere Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Auch seien Hierarchien abgebaut worden.

Cook suche stärker die Nähe zu den Aktionären und habe den Widerstand gegen karitative Tätigkeiten aufgegeben. Laut dem «Wall Street Journal» hat sich Jobs immer gegen die Unterstützung für wohltätige Institutionen gewehrt.

Umbau des Managements

Die wichtigsten Veränderungen im Management betreffen (das wurde allerdings bereits im September bekannt) die Beförderung des Onlinechefs Eddy Cue zum Senior Vice President. Cue ist jetzt der oberste Verantwortliche für iTunes, iCloud, iAD und iBookstore. Schliesslich sei die Position von Marketingchef Phil Schiller gestärkt worden.

Wie die Beispiele in der Bildstrecke zeigen, agierte Apple unter der neuen Führung nicht immer ganz glücklich:

  • So brach die Aktie Mitte Oktober ein, weil das Unternehmen die für das vierte Geschäftsquartal (Juli bis September) äusserst hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnte.
  • Das auf anfang Oktober versprochene iTunes Match ist immer noch nicht verfügbar.
  • Das iPhone 4S braucht wenige Tage nach dem Verkaufsstart schon eine neue Software

(Redaktion Tamedia berichtete).

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