Nie mehr orientierungslos im Web

Lesezeichen sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Wir zeigen moderne Methoden, wie Sie Webinhalte organisieren und sicherstellen, dass Sie jede Information jederzeit wiederfinden.

Wer hat schon Zeit, seine Bookmarksammlung zu pflegen?
Video: Matthias Schüssler

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Lesezeichen sind eine Erfindung aus der Anfangszeit des Internets: Damit man wichtige Informationsquellen jederzeit wiederfindet und sich keine komplizierten Adressen merken muss, gibt es im Browser das Verzeichnis der wichtigen Websites.

Doch die Lesezeichen sind nicht der Weisheit letzter Schluss: Wenn man sie zweckdienlich organisieren will, dann macht das einen recht grossen Aufwand. Ausserdem findet man nur Dinge wieder, bei denen man rechtzeitig daran gedacht hat, überhaupt ein Lesezeichen abzulegen. Wenn sich eine Quelle im Netz erst nachträglich als nützlich oder wichtig erweist, dann helfen die Lesezeichen gar nichts: In den Fällen kann man probieren, ob man die richtige Adresse im Browserverlauf noch wiederfindet. Oder man zermartert sich das Gehirn, wo man die gesuchte Information denn gesehen haben könnte.

Viele Wege führen ins Netz

Weil die Lesezeichen durchaus Verbesserungspotenzial haben, gibt es längst diverse Alternativen. Zum Beispiel soziale Bookmarking-Dienste wie Stumbleupon.com (heute Mix.com), wo man seine Sammlung mit anderen Nutzern teilt. Bei Pinterest stellt man hübsche Fundsachen aus dem Netz in ein virtuelles Schaufenster. Mit Raindrop.io kann man seine Online-Entdeckungen nicht nur verlinken, sondern auch archivieren und für später aufheben. Und es gibt auch diverse Möglichkeiten, die Startseiten der Browser so zu verbessern, dass man schneller zu den gewünschten Informationen gelangt: Start.me, Humble New Page oder Home für den Chrome Browser sind Beispiele dafür.

Im Video zeigen wir die (unserer Ansicht nach) besten modernen Ansätze, die die klassischen Lesezeichen hervorragend ergänzen oder sogar überflüssig machen. Das sind einerseits Listen für Artikel, Videos und Audiosendungen, mit denen man diese Inhalte für später aufhebt und vor allem komfortabel geniesst: Im angenehmen Lesemodus oder sogar auf dem E-Book-Reader, am Smartphone unterwegs oder, im Fall der Videos, am Tablet oder am heimischen Fernseher.

Die Lesezeichen-Revolution

Und wir zeigen ein Projekt, das die Idee der Lesezeichen revolutioniert: Beim Googeln erhält man nicht nur die allgemeinen Suchresultate aus dem Netz, sondern auch aus den persönlichen Web-Aktivitäten. Das macht es sehr einfach, beliebige Quellen aus dem Netz jederzeit wiederzufinden. Und man kann die Informationen, die sich als nützlich und wichtig erwiesen haben, dann mit Schlagworten oder Kommentaren versehen und in Sammlungen ablegen, sodass man eben nicht nur Lesezeichen ablegt, sondern Wissen organisiert.

Neben den Google-Resultaten finden sich die früher besuchten Websites, die zum Suchbegriff passen.

Erstellt: 10.12.2018, 15:59 Uhr

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