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Offener Browser, enge Weltsicht

Der Firefox-Browser ist weltweit äusserst beliebt und steht für eine offene Haltung im Internet. Nun aber schlägt dem Chef der Mozilla Corporation eine Welle der Empörung entgegen.

Der Kampf um die Schwulenehe ist in Kalifornien im vollen Gang: Im Bild Paul Katami und Jeff Zarrillo an der Pride Parade in San Francisco, die gegen Proposition 8 geklagt haben.
Der Kampf um die Schwulenehe ist in Kalifornien im vollen Gang: Im Bild Paul Katami und Jeff Zarrillo an der Pride Parade in San Francisco, die gegen Proposition 8 geklagt haben.
Jana Asenbrennerova, Reuters
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«Wir würden es bevorzugen, wenn unsere Nutzer keine Mozilla-Software verwenden würden, um auf unsere Site zuzugreifen», heisst es auf der Website Okcupid.com, wenn man sie mit dem Firefox-Browser ansteuert. Damit geht die Kontroverse um Brendan Eich in eine neue Runde.

Brendan Eich ist seit März 2014 Chef der Mozilla Corporation. Das ist der kommerzielle Arm der gemeinnützigen Stiftung, der sich dem Geschäft rund um Firefox und Thunderbird verschrieben hat. Eich unterstützte 2008 in Kalifornien die gegen die Schwulenehe gerichtete Proposition-8-Kampagne. Sein Beitrag von 1000 Dollar ist in der Datenbank der «Los Angeles Times» dokumentiert und Eich hatte sich damals in einem Blogbeitrag verteidigt: «Die Vorwürfe, ich sei ein Schwulenhasser und Eiferer, sind ungerecht. Aber weil sich Onlinekommunikation für kontroverse Themen nicht besonders gut eignet, würde ich lieber direkt mit Kritikern diskutieren», meinte Eich.

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