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Plant Microsoft seinen nächsten Coup?

Weil Nokia schwierige Zeiten durchmacht, machen Spekulationen einer Übernahme durch Microsoft die Runde. Der Chef des finnischen Handy-Herstellers hat sich nun zu diesen Gerüchten geäussert.

Bereit für die nächste Übernahme? Microsoft-Chef Steve Ballmer.
Bereit für die nächste Übernahme? Microsoft-Chef Steve Ballmer.
Keystone

Der angeschlagene Handyhersteller Nokia steht nicht zum Verkauf. «Solche Gerüchte entbehren jeglicher Basis», sagte Nokia-Chef Stephen Elop auf einer Konferenz in der Nähe von Los Angeles. Tags zuvor hatte der finnische Konzern seine Geschäftsprognosen weiter nach unten korrigieren müssen. Danach machten Spekulationen die Runde, Microsoft wolle das Hardware-Geschäft von Nokia oder sogar das komplette Unternehmen übernehmen.

Nach der Umsatzwarnung waren die Aktien des weltgrössten Handyherstellers am Dienstag im späten Handel in Helsinki um mehr als 17 Prozent eingebrochen. Der Kurs erreichte ein 13-Jahrestief von 4,75 Euro. Der finnische Konzern rechnet angesichts des harten Wettbewerbs auf dem Mobilfunkmarkt in diesem Jahr mit einem schlechteren Ergebnis als bislang.

Hart umkämpfter Markt

Nokia kämpft vor allem auf dem Smartphone-Markt mit dem harten Wettbewerb durch iPhone, Blackberry und Geräte mit dem Betriebssystem Android von Google. Doch auch in China und Schwellenländern, wo billigere Mobiltelefone hergestellt werden, laufen die Geschäfte zunehmend schlechter. CEO Stephen Elop räumte ein, dass Nokia auf die neuen Herausforderungen des Marktes zu langsam reagiert habe, und deutete an, dass das Unternehmen seine Preise für Mobiltelefone senken werde.

In seinem zunehmend verzweifelten Kampf gegen den Verlust von Marktanteilen ist Nokia diesen Frühling eine Handysoftware-Allianz mit Microsoft eingegangen. Smartphones mit Microsoft-Betriebssystem sollen das Ruder auf dem von Apples iPhone dominierten Markt der Alleskönner-Mobiltelefone herumreissen.

8,5 Milliarden Dollar für Skype

Microsoft hat sich bislang nicht zu den Spekulationen geäussert. Die Kriegskasse ist aber gut gefüllt. Erst kürzlich hatte der Konzern für 8,5 Milliarden Dollar den Internet-Telefondienst Skype übernommen.

sda/dapd/jak

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