San Francisco boykottiert Apple

Nach dem Rückzug des iPhone-Herstellers aus einem Bewertungssystem für die Umweltverträglichkeit von Produkten wird die Stadt keine Computer des US-Technologieunternehmens mehr anschaffen.

Epeat hat sich zum Ziel gesetzt, den Erwerb umweltfreundlicher Elektronikprodukte für Konsumenten einfacher zu gestalten. Apple-Chef Tim Cook (Bild) will dabei nicht mitmachen.

Epeat hat sich zum Ziel gesetzt, den Erwerb umweltfreundlicher Elektronikprodukte für Konsumenten einfacher zu gestalten. Apple-Chef Tim Cook (Bild) will dabei nicht mitmachen. Bild: AFP

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Auf den Rückzug von Apple aus einem Bewertungssystem zur Umweltverträglichkeit von Produkten hat die Stadt San Francisco mit einem Kaufstopp von Computern des US-Technologiekonzerns reagiert.

Die Vorschriften der Stadtverwaltung sähen vor, dass Laptops, Computer und Monitore den Richtlinien des Industriestandards Epeat entsprechen müssten, sagte ein Sprecher von Bürgermeister Edwin Lee. Weitere Produkte wie iPads oder iPhones seien von dem Beschluss allerdings nicht betroffen.

Dell, Samsung und Sony bleiben

Apple hatte Epeat Ende Juni aufgefordert, seine Produkte nicht länger in dem Bewertungssystem zu führen. Epeat hat sich zum Ziel gesetzt, den Erwerb umweltfreundlicher Elektronikprodukte für Konsumenten einfacher zu gestalten. Dem Projekt haben sich Unternehmen wie Dell, Hewlett-Packard, Lenovo, Samsung und Sony angeschlossen.

Keine Reaktion von Apple

Apple äusserte sich zunächst nicht zur der Bekanntgabe vom Mittwoch. Gleichwohl hat das Unternehmen trotz seines Austritts aus Epeat in der Vergangenheit stets auf Verdienste in Sachen Umweltschutz hingewiesen. So hat der Konzern mit Sitz im kalifornischen Cupertino einen Grossteil gefährlicher Komponenten in seinen Produkten durch umweltverträglicheres Material ersetzt. Für Computer, Abspielgeräte und Telefone wurden Batterien mit längerer Lebensdauer entworfen. (rek/dapd/afp)

Erstellt: 12.07.2012, 08:28 Uhr

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