Sechs Kurztipps zum Schutz im Internet

Vorsicht und Sparsamkeit mit Onlinedaten: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Datenschutz und soziale Netzwerke.

Offenheit hat auch ihre Nachteile: Irgendwo finden sich immer Spuren älterer Informationen oder Fotos.

Offenheit hat auch ihre Nachteile: Irgendwo finden sich immer Spuren älterer Informationen oder Fotos. Bild: Michael Gottschalk/Keystone

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Die Europäische Union macht dieser Tage mit ihrem jährlichen Aktionstag auf Gefahren im Internet aufmerksam. Grosses Thema des Safer Internet Day 2013 sind Recht und Verantwortung im Internet. Beim Umgang mit ihren persönlichen Onlinedaten laufen Konsumenten stets Gefahr, mehr preiszugeben, als sie sollten. Oft sind sich Internetnutzer nicht einmal bewusst, dass sie Daten hinterlassen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

1. Wo hinterlasse ich beim Online-Surfen Daten?

Die offensichtlichste Möglichkeit, im Netz persönliche Daten anzugeben, ist das Ausfüllen von Formularen auf Internetseiten – für Gewinnspiele, Newsletter, beim Einkaufen oder Onlinebanking. Eine wichtige Rolle spielen auch die sogenannten sozialen Netzwerke – wie Facebook oder Xing. Dort legen Nutzer persönliche Profile an und verbinden sich virtuell mit Freunden, Verwandten und Kollegen.

Internetnutzer geben beim Surfen aber auf vielen Internetseiten Informationen preis, ohne es zu merken: Bei jedem Besuch einer Website wird die sogenannte IP-Adresse des Computers für den Betreiber der Seite sichtbar. Daraus lässt sich grob die geografische Herkunft ablesen. Daneben platzieren Websites häufig Miniprogramme – sogenannte Cookies – in Internet-Browsern, mit denen die Seitenbetreiber das Surfverhalten der Nutzer studieren können.

2. Gibt es überhaupt Daten, die Konsumenten im Netz angeben müssen?

Das hängt ganz vom Nutzungszweck ab. Um von einem Anbieter Informationen per E-Mail zu erhalten, ist nur die Angabe der E-Mail-Adresse nötig. Anbieter von Gewinnspielen etwa sammeln teils mehr Daten, als sie benötigen, um diese dann weiterzuverkaufen. Wer online einkauft, muss andererseits natürlich seine Adresse angeben und oft auch seine Bankverbindung oder Kreditkartennummer.

3. Welche Daten sollte ich in sozialen Netzwerken veröffentlichen?

Wer ein Profil in einem Netzwerk anlegen möchte, muss persönliche Daten preisgeben. Wichtig sind dabei zwei Entscheidungen: Welche Daten gebe ich an – und wer darf diese Daten lesen? Wer soziale Netzwerke zur Jobsuche nutzt, sollte einen kleinen Einblick in seine persönlichen Interessen geben.

Kritisch können aber etwa Fotos aus dem Privatleben sein: Denn so weiss schnell auch der Arbeitgeber, was auf der Feier am vergangenen Wochenende geschehen ist. Der beste Datenschutz ist natürlich, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Und: Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nichts – irgendwo finden sich immer noch Spuren der alten Informationen oder Fotos.

4. Was passiert mit den Daten, die im Internet gesammelt werden?

Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet häufig auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld abzubuchen.

5. Wie kann ich meinen Computer grundsätzlich sicherer machen?

Generell sollten auf jedem Computer, der zum Surfen im Internet und für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Antivirenprogramm und eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Die Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmässig aktualisiert werden.

6. Was sollte ich bei Passwörtern beachten?

Passwörter sind der erste wichtige Schritt zum Schutz persönlicher Daten. Sind sie zu leicht zu knacken, können Unbefugte etwa E-Mails lesen, Umsätze im Onlinebanking ansehen oder sich in die Konten anderer bei sozialen Netzwerken einloggen. Sichere Passwörter enthalten möglichst Klein- und Grossbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger sie sind, desto schwieriger sind sie zu knacken. Zur Sicherheit sollte nicht immer dasselbe Passwort verwendet werden. (rek/afp)

Erstellt: 03.02.2013, 15:38 Uhr

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