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«Sie geben bei jedem Artikel ein Stück Ihrer Identität preis»

Ist Datenschutz tot? Nein, sagt Buchautor Christian Heller. «Als Institution, welche die Idee der ‹Informationellen Selbstbestimmung› durchzusetzen sucht, ist Datenschutz zumindest im deutschsprachigen Raum quicklebendig.»Aber er ist für Heller «nicht sehr erfolgreich»: Faktisch betreibe er einen Kampf gegen Windmühlen. Im Bild: Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter.
Wie müsste er denn funktionieren, um erfolgreich zu sein?«Um den Bürgern die Kontrollgewalt über sie betreffende Daten zu verleihen, die er verspricht, müsste Datenschutz in letzter Konsequenz alle Daten im grossen weiten Netz kontrollieren – also darauf abklopfen, ob und welche Bürger sie betreffen und ob und inwieweit diese Bürger den Fluss solcher Daten autorisiert haben», sagt Heller.Das würde eine grosse Struktur zur Überwachung und Zensur sämtlicher Datenflüsse im Netz erfordern: «Alles unterhalb einer solchen radikalen Lösung mündet nach bisherigen Erfahrungen in einem Netz, in dem die Informationelle Selbstbestimmung eine leere Phrase bleibt.»
Wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten steht Facebook immer wieder in der Kritik – und damit auch Firmenchef Zuckerberg (rechts im Bild). In diesen Wochen etwa will das soziale Netzwerk seine Nutzer verpflichten, ihre Profile auf eine neue Optik umzustellen, mit der die Informationen in den Nutzer-Profilen übersichtlicher dargestellt werden – und damit auch leichter zu durchsuchen sind.Auch Zuckerberg hat die Datenschutzprobleme seines Unternehmens schon einmal persönlich kennen gelernt. Erst im Dezember standen wegen eines Software-Fehlers private Fotos von ihm und anderen Nutzern für eine Weile öffentlich im Netz. Spätestens hier könnte Zuckerberg klar geworden sein, dass nicht nur für sein Unternehmen viel Potenzial besteht – sondern auch, dass die Nutzer noch viel Nachbesserungsbedarf beim Datenschutz sehen könnten.
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Kluft zwischen den Generationen

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