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Von der Lese- zur Internetsucht

Handys, Computerspiele und das Internet zerstören den Sinn für die Realität und machen Jugendliche zu amoklaufenden Zombies, sagen sich viele über 40-Jährige. Ähnliches dachte man früher über Bücher.

In der virtuellen Welt: Ein Internetcafé in Tokio.
In der virtuellen Welt: Ein Internetcafé in Tokio.
Keystone

«Wochenlang! Mädchen (13) vergewaltigt und mit dem Handy gefilmt», lautet die Schlagzeile, mit welcher der «Blick» am 17. November 2006 über einen Fall berichtet, der – länger als nur wochenlang – unter dem Titel der «Massenvergewaltigung von Seebach» die Schweizer Öffentlichkeit bewegen wird.

«Die Mutter sah das Video der gequälten Tochter», meldet das Boulevardblatt am darauffolgenden Tag; die Leser müssen indessen mit einer analogen Skizze vorliebnehmen: «So sieht ‹Blick›-Zeichner Urs Maltry die Vergewaltigung der 13-jährigen Schülerin Michelle», lautet die Unterzeile. Und unmittelbar unter diesem Buntstiftporno fragt ein Artikel: «Wie gefährlich ist das Internet? Haben sich die jungen Vergewaltiger im Internet aufgegeilt?»

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