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«Von einer Krise kann keine Rede mehr sein»

Der Schweizer IT- und Telekommarkt ist im Aufschwung. Insbesonders die Smartphones boomen.

«Das ist ein gutes Wachstum»: Einen wahren Boom sagen die Auguren für die Alleskönnerhandys (so genannte Smartphones) voraus, die den Handyabsatz beflügeln.
«Das ist ein gutes Wachstum»: Einen wahren Boom sagen die Auguren für die Alleskönnerhandys (so genannte Smartphones) voraus, die den Handyabsatz beflügeln.
Keystone

Der Schweizer IT- und Telekommarkt habe sich schneller von der Krise erholt als erwartet, sagte der Präsident des Verbandes für die digitale Schweiz Swico, Andreas Knöpfli, vor den Medien in Zürich. Man habe die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,4 auf 1,2 Prozent erhöht. Nach dem Rückschlag von 2,7 Prozent im 2009 werde der Gesamtmarkt in diesem Jahr wieder einen Umsatz von 28,7 Milliarden Franken erreichen.

Und im nächsten Jahr dürfte er noch einen Zacken zulegen. 2011 rechnet der europäische Marktanalyseanbieter EITO mit einem Wachstum von 2,3 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro. «Das ist ein gutes Wachstum», sagte Knöpfli: Damit sei der Schweizer IT- und Telekommarkt wieder auf dem Vorkrisen-Niveau von 2008. «Von einer Krise kann keine Rede mehr sein.»

PCs stark gefragt

Wachstumsmotor sei dabei der IT-Markt, der nach dem Einbruch von 4,7 Prozent im 2009 wieder an Geschwindigkeit gewinnt: Heuer werde sich der IT-Markt um 1,8 Prozent auf 15,5 Milliarden Franken erholen und im kommenden Jahr gar um 3,2 Prozent auf 16 Milliarden Franken anziehen.

Die Nachfrage nach PCs ist stark: Heuer dürften 2 Millionen Computer verkauft werden. Das sind knapp 17 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Für 2011 sehen die Experten einen Anstieg um 8,4 Prozent auf 2,2 Millionen Stück. Während die Tischcomputer weiter an Boden verlieren, sind die tragbaren Geräte gefragt, die mittlerweile zwei Drittel aller Computer ausmachen.

Schub kommt von Tabletcomputern. Diese seien eine neue Kategorie von Geräten, die nicht die bestehenden Computer kannibalisierten, sondern als Zweit- und Drittgeräte zusätzlich gekauft würden, sagte Knöpfli.

Trotz der kräftigen Nachfrage wird der Umsatz mit Computern im nächsten Jahr bei 1,6 Milliarden Franken stagnieren. Grund sind die sinkenden Preise.

Boom bei Smartphones

Einen wahren Boom sagen die Auguren für die Alleskönnerhandys (sog. Smartphones) wie beispielsweise das iPhone voraus, die den Handyabsatz beflügeln. «2011 erlebt ein Super-Wachstum bei den Handys von 12 Prozent», sagte Knöpfli. Damit dürfte ein Umsatz von 874 Millionen Franken erreicht werden. Der Verkauf werde dabei um 4,6 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte steigen.

«Dass heisst, jeder Zweite leistet sich ein neues Handy im nächsten Jahr», sagte Knöpfli. Hierzulande würden überwiegend neue Smartphones gekauft, während die Nachfrage nach klassischen Handys nicht so stark wachse. Da die Smartphones im Durchschnitt teurer seien, kurbelten sie den Umsatz an.

Und die Telekomanbieter reiben sich die Hände: Weil die Leute mit den Alleskönnerhandys unterwegs oft im Internet surfen, dürfte der Umsatz mit mobilen Datendiensten im nächsten Jahr um knapp 13 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken klettern.

Dies verhilft der Schweizer Telekombranche, die unter einer Erosion in der Sprachtelefonie leidet, laut den Prognosen doch noch zu einem Umsatzwachstum von 1,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Franken im nächsten Jahr.

SDA/rek

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