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Wer beim Zwei-Klassen-Netz gewinnt und wer verliert

Die US-Telekom-Behörde plant eine kostenpflichtige Überholspur im Netz. Dass ein schnelles Internet für alle in Gefahr sein könnte, mobilisiert eine ungewöhnliche Allianz von Aktivisten und Hightechfirmen.

Jan Rothenberger

Trommeln, Pfeifkonzerte, Transparente: Dass eine Regulationsbehörde Demonstranten mobilisiert, kommt selten vor. Gestern Abend aber zog die amerikanische FCC (Federal Communications Commission) mit ihren Plänen Internetaktivisten aus allen Teilen des Landes an. Anlass ist der Versuch der FCC, die Regeln des Internetverkehrs in den USA neu zu schreiben, sie stellte den Regelkatalog dazu offiziell vor. Kernpunkt ist die Frage, ob Anbieter von datenintensiven Diensten, für die schnelle Leitungen wichtig sind, für Vorzugsbehandlung bezahlen sollen. «Überholspuren im Netz» hat sich als Begriff für diese Idee durchgesetzt. Die Demonstranten störten wiederholt die Vorstellung der Vorlage und skandierten Parolen wie «Rettet das Internet». Sicherheitsbeamte brachten sie daraufhin aus dem Saal.

Angst vor Benachteiligung

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