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Wie der «Guardian» aus seinen Lesern Journalisten machte

Wer es schafft, eine grosse Zahl von Internetnutzern für seine Sache einzuspannen, kann Aufgaben stemmen, welche die eigene Leistungsfähigkeit übersteigen. Das Zauberwort heisst «Crowdsourcing».

Das Prinzip kann man mithilfe des Internets übernehmen: Als Schwarm erreichen diese Zugvögel mehr als jeder für sich. Internetnutzer auch.
Das Prinzip kann man mithilfe des Internets übernehmen: Als Schwarm erreichen diese Zugvögel mehr als jeder für sich. Internetnutzer auch.
Keystone

Wer vor einem Berg aus Arbeit steht, den er alleine niemals bewältigen kann, holt sich Unterstützung. Einen interessanten, in der Medienbranche bisher einmaligen Weg hat dabei die Zeitung «The Guardian» eingeschlagen. Im vorigen Sommer sah sich die englische Presse mit einer schier unlösbaren Aufgabe konfrontiert. Unter anhaltendem Druck der Öffentlichkeit hatte das britische Parlamentsbüro seinen Widerstand aufgegeben und die Originale der Spesenabrechnungen der Parlamentarier aus den Jahren 2004 bis 2008 veröffentlicht – erschlagende 460'000 Dokumente. Es war klar, dass diejenige Zeitung, welche als erste aufsehenerregende Details in diesem Datenberg fand, beim Kampf um das Publikumsinteresse einen nachhaltigen Erfolg erringen würde. Doch wie packt man so eine Mammutaufgabe an?

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