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Wie Facebook und Google den Menschen in Nepal helfen

Die beiden Tech-Giganten haben Tools zur Verfügung gestellt, mit denen Menschen ihre Nächsten finden sollen. Doch auch die elektronischen Helfer stehen vor Hürden.

Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Prakash Mathema, AFP
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Reuters/Navesh Chitrakar
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Navesh Chitrakar, Reuters
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Wenige Stunden nach dem schweren Erdbeben in Nepal gab Facebook-Chef Mark Zuckerberg bekannt, dass seine Firma den Safety Check aktiviert habe. «Wenn Katastrophen passieren, müssen Leute wissen, dass ihre Angehörigen in Sicherheit sind. In solchen Momenten ist es wirklich wichtig, vernetzt zu sein», schrieb er dazu auf Facebook.

Facebooks Safety Check ortet Menschen in Katastrophengebieten über ihre Handys. Daraufhin erhalten sie eine Meldung, bei der sie mit einem Klick bestätigen können, dass sie in Sicherheit sind oder sich momentan gar nicht im betroffenen Gebiet aufhalten. Ihre Facebook-Freunde erhalten dann eine Benachrichtigung.

Dieses Video von Facebook erklärt, wie der Safety Check funktioniert.

Facebooks Safety Check existiert seit Oktober. Entwickelt wurde er nach dem Erdbeben mit anschliessendem Tsunami in Japan im Jahr 2011.

Schon erprobter ist der Person Finder von Google, der nach der Katastrophe in Nepal ebenfalls aufgeschaltet wurde. Dieses Tool wurde bereits nach den schweren Erdbeben in Haiti, Chile, Neuseeland oder Japan eingesetzt sowie nach dem Anschlag auf den Marathon in Boston.

Es funktioniert im Stil einer Datenbank. Der Nutzer hat zwei Schaltflächen zur Verfügung: «Ich suche jemanden» und «ich habe Informationen über jemanden». Mit Angaben zur Person kann er dann die Datenbank füttern, wobei andere diese Informationen abfragen können.

Zustand der Internetverbindung unklar

Nach dem Erdbeben in Nepal verzeichnet der Person Finder bisher rund 3300 Einträge. Zum Vergleich: Nach dem Tsunami in Japan 2011 kamen über 600'000 Einträge zusammen. Bei den Erdbeben in Haiti und Chile waren es über 58'000 beziehungsweise 18'000 Einträge.

Sowohl der Safety Check wie auch der Person Finder benötigen eine funktionierende Internetverbindung, um den Menschen wirklich helfen zu können. Inwieweit diese in Nepal derzeit garantiert ist, ist unklar. Messungen zeigten, dass der Traffic kurz nach dem Beben massiv eingebrochen ist.

Andere Daten zeigen, dass es bei kleineren Internetanbietern zu Ausfällen kommt. Der staatliche Anbieter Nepal Telecom konnte die Verbindung zum globalen Internet zwar aufrecht erhalten. Es sei jedoch denkbar, dass es Probleme bei der Verbindung zwischen Nepal Telecom und den Kunden gebe, sagte das Unternehmen gegenüber dem Tech-Portal «PCWorld».

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