Zum Hauptinhalt springen

Wie man sein WLAN-Netz am besten schützt

Google hat für seinen Dienst Street View auch persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet. Wie funktioniert WLAN-Technik und wie kann man sich gegen fremde Zugriffe schützen?

Ein Google-Street-View-Auto mit Kamera vor dem Google-Sitz in Zürich: Der Internet-Gigant hat mit seinen Kamera-Wagen weltweit private Daten aus drahtlosen Computernetzen aufgezeichnet – auch in der Schweiz.
Ein Google-Street-View-Auto mit Kamera vor dem Google-Sitz in Zürich: Der Internet-Gigant hat mit seinen Kamera-Wagen weltweit private Daten aus drahtlosen Computernetzen aufgezeichnet – auch in der Schweiz.
Keystone
1 / 1

Die WLAN-Technik ermöglicht, Computer und andere Geräte drahtlos ans Internet anzubinden. Zum Einsatz kommt dafür meist ein sogenannter WLAN-Router. Er wird bei DSL-Anschlüssen wie das Telefon an den sogenannten DSL-Splitter angeschlossen, beim Internetanschluss über das Fernsehkabel an den Kabelanschluss. Computer können zu den Geräten eine drahtlose Verbindung aufbauen, die grundlegenden Einstellungen lassen sich meistens am Computer über ein spezielles Menü des Routers vornehmen.

Was Google macht

Google fährt seit einiger Zeit mit speziellen Kameraautos die Strassen ab und fotografiert sie und stellt sie ins Internet. Dabei zeichnet der Internetriese auch die Namen der verfügbaren WLAN-Netzwerke auf, die sogenannte SSID, sowie die MAC-Adresse, also die eindeutige Kennung der WLAN-Geräte. Diese Daten könnten etwa genutzt werden, wenn Navigationsgeräte oder Smartphones Schwierigkeiten haben, den Standort per Satellitenortung zu bestimmen. Denn eine bestimmte Kombination von WLAN-Netzwerken mit eindeutigen Namen gibt meist nur einmal.

Google könnte auch Mails lesen

Die Namen von WLAN-Netzwerken kann jeder sehen: Es reicht, seinen Laptop an einer bestimmten Stelle aufzubauen, schon werden alle verfügbaren Netzwerke angezeigt. Google hat zusätzlich allerdings auch Daten aufgezeichnet, die über diese Netzwerke gesendet wurden - wenn sie nicht verschlüsselt waren. Würde Google diese Daten auswerten, könnte es damit unter Umständen etwa E-Mails lesen. Der Konzern hat aber nach eigenen Angaben immer nur sehr kurze Sequenzen gespeichert und diese nie ausgewertet.

Wie kann ich meine Daten verschlüsseln?

Die meisten WLAN-Geräte sind inzwischen schon bei der Lieferung darauf eingestellt, dass sie nur verschlüsselt Verbindungen aufbauen. Das hat zwei Vorteile: Jeder Computernutzer, der den drahtlosen Internetzugang nutzen möchte, muss das Kennwort des Netzes eingeben. Zudem sind die gesendeten Daten nicht lesbar.

Es gibt mehrere Arten von Verschlüsselung: WEP gilt als unsicher, auch WPA wurde schon geknackt. Computernutzer sollten für ihr WLAN daher in den Einstellungen die WPA-2-Verschlüsselung wählen. Dafür ist ein Passwort notwendig, das nicht einfach zu knacken sein sollte. Sichere Passwörter enthalten möglichst Klein- und Grossbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger sie sind, desto schwieriger sind sie zu entschlüsseln.

Der Name des WLAN-Netzwerkes

WLAN-Netzwerke haben immer einen Namen, über den sie gefunden werden können und über den Computernutzer eine Verbindung damit herstellen können. Oft wählen die Betreiber eine Bezeichnung, die Rückschlüsse auf sie zulässt - etwa den eigenen Namen. Es empfiehlt sich daher, den WLAN-Zugang neutral zu benennen. Auch möglich ist es, ein WLAN per Einstellung unsichtbar zu machen - dann findet es niemand, der den Namen nicht kennt. Will ein neuer Nutzer seinen Computer mit dem WLAN verbinden, kann er es nicht aus einer Liste wählen, sondern muss alle Daten per Hand eingeben.

WLAN-Router merken sich meist, mit welchen Geräten sie bereits verbunden waren. Sind alle notwendigen Geräte mit dem Netzwerk einmal verbunden gewesen, ist es in den Einstellungen oft möglich, die Verbindung zu neuen Geräten zu unterbinden. Dadurch lässt sich verhindern, dass Unbekannte auf das Netzwerk zugreifen können.

AFP/rek

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch