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Wir zappen weiter

Das Internet hat in den USA einen Kampf um den TV-Bildschirm entfacht. Hierzulande werden die digitalen Möglichkeiten noch weniger genutzt. Das zeitversetzte Fernsehen ist allerdings auf dem Vormarsch.

Von Matthias Schüssler
Nur fürs Internet: Netflix lehrt mit der Serie «House of Cards» die Kabelbetreiber das Fürchten. Foto: Justin Green (Alamy)
Nur fürs Internet: Netflix lehrt mit der Serie «House of Cards» die Kabelbetreiber das Fürchten. Foto: Justin Green (Alamy)

Wer im analogen Zeitalter televisionäre Unterhaltung geniessen wollte, setzte sich aufs Sofa und schaltete den Fern­seher ein. Das Signal kam analog übers Kabel oder via Hausantenne in die gute Stube. Wann welche Sendung zu sehen war, stand in der Programmzeitschrift.

Heute ist das Fernsehen digital – und die Sache etwas komplizierter. Programme gelangen nicht nur über Kabel, Satellit oder die Luft ins Haus, sondern auch via Internet. In den USA ist unter dem Schlagwort «cord cuttings» ein eigentlicher Kampf ums Wohnzimmer entbrannt. Immer mehr Fernsehzuschauer «kappen das Kabel», indem sie ihre Abos bei den Kabelanbietern kündigen und ihre audiovisuelle Unterhaltungskost über Streamingdienste wie Netflix oder Hulu beziehen. Eine letzte Woche veröffentlichte Studie besagt, dass die Zahl der Aussteiger in den vergangenen vier Jahren um 44 Prozent auf 7,6 Millionen Haushalte gestiegen ist.

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