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Yahoo und Facebook spannen künftig zusammen

Die beiden US-Internetriesen haben den im März vom Zaun gebrochenen Patentstreit beigelegt. Und wollen sogar eine neue Partnerschaft eingehen: Geplant ist eine Werbeallianz.

Willkommen an Bord: Der Internetsuchdienst und Facebook gehen eine Werbepartnerschaft ein – Yahoo-Niederlassung in Hong Kong. (Archivbild)
Willkommen an Bord: Der Internetsuchdienst und Facebook gehen eine Werbepartnerschaft ein – Yahoo-Niederlassung in Hong Kong. (Archivbild)
Keystone

Facebook und Yahoo einigten sich gestern Freitag darauf, ihre Klagen fallenzulassen und ihre Patente gegenseitig zu lizenzieren. Teil der Übereinkunft ist auch eine Werbepartnerschaft, die die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weiter ausbaut. Ein potenziell langwieriger Rechtsstreit ist damit abgewendet.

Die Einigung beendet eine seit März andauernde Auseinandersetzung der beiden Unternehmen, ohne dass Geld den Besitzer gewechselt hat. Profitieren könnten davon beide Seiten: Yahoo könnte die Werbeallianz mit Facebook helfen, Teile des Umsatzes, den es an jüngere Internetunternehmen verloren hat, wieder wettzumachen. Und Facebook hat damit die Möglichkeit, die an die individuellen Interessen seiner weltweit 900 Millionen Nutzer angepasste Werbung nicht nur auf seiner eigenen Seite, sondern auch in anderen, viel frequentierten Bereichen zu zeigen.

Ausscheiden von Thompson ebnet den Weg

Yahoo unter seinem damaligen Chef Scott Thompson hatte Facebook im März verklagt und dem Betreiber des weltweit grössten sozialen Netzwerks im Internet die Verletzung von zunächst zehn und später zwölf Yahoo-Patenten vorgeworfen. Kritiker sahen darin eine Verzweiflungstat eines Unternehmens, dem die Ideen ausgegangen waren. Kurz darauf kaufte Facebook 750 Patente vom Computerkonzern IBM und weitere 650, die sein Grossaktionär Microsoft von AOL übernommen hatte. Anschliessend reichte Facebook seinerseits Patentklagen gegen Yahoo ein.

Thompson verlor seinen Chefposten bei Yahoo vor zwei Monaten, nachdem falsche Angaben in seiner Biografie Zweifel an seiner Integrität hatten aufkommen lassen. Sein Ausscheiden ebnete den Weg für eine Beilegung des juristischen Streits. Für Facebook geht damit die juristische Auseinandersetzung mit Yahoo weniger als zwei Monate nach dem turbulenten Börsengang des Unternehmens zu Ende.

(dapd/AFP)

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