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Youtube verbannt Gewaltvideos

Auf Druck von US-Politikern hat das Videoportal Youtube ein schärferes Vorgehen gegen Filme angekündigt, die zu Gewalt aufrufen.

Mit den Änderungen reagiert die Google-Tocher unter anderem auf religiös motivierte Aufrufe zu Gewalt und Hass, aber zum Beispiel auch auf gewalthaltige Videos von Jugendgangs, sagte Google-Sprecher Henning Dorstewitz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Verschärfung der Praxis

Bislang hatte das Unternehmen nur «drastische oder grundlose Gewalt» geächtet und unter anderem einige Videos des Terrornetzwerks Al Kaida unter Berufung auf die Meinungsfreiheit online gelassen. Dagegen waren US-Politiker, allen voran der Senator Joseph Lieberman, vorgegangen.

Youtube sucht aber nicht selbst nach möglicherweise verbotenen Videos, sondern reagiert auf Beschwerden der Nutzer. «Geschulte Mitarbeiter» prüften dann, ob der Film gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform verstosse, sagte Dorstewitz. Dabei werde jedes Mal eine «Einzelfallentscheidung» getroffen.

«Freie Meinungsäusserung wichtiger als Geschmacksfragen»

«Grundsätzlich ist Youtube das Recht auf freie Meinungsäusserung wichtiger als Geschmacksfragen», betonte er. «Videos, die klar gegen das Gesetz oder die Nutzungsbedingungen verstossen, dulden wir aber nicht.»

Youtube ist das weltweite führende Videoportal. Alle angemeldeten Nutzer können Dateien hochladen und somit einem weltweiten Publikum zur Verfügung stellen. Für die Registrierung ist lediglich eine E-Mail-Adresse erforderlich.

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