Youtube will verschärft gegen Rassismus vorgehen

Die Plattform verbietet auch Nazi-Botschaften oder die Leugnung des Holocaust.

Konsequenteres Vorgehen: Das Logo des Videoportals.(Keystone/Sophia Kembowski/Archiv)

Konsequenteres Vorgehen: Das Logo des Videoportals.(Keystone/Sophia Kembowski/Archiv)

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Das US-Onlineunternehmen Youtube hat sich vorgenommen, konsequenter gegen Videos mit rassistischen und diskriminierenden Inhalten vorzugehen. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, es verbiete fortan spezifisch solche Videos auf seiner Plattform, welche diskriminierende Botschaften über Menschen bestimmter Rassen, Religionen oder sexueller Orientierungen verbreiteten. Dazu gehörten Videos, welche «die Nazi-Ideologie verherrlichen» oder den Holocaust leugneten.

Als weitere Gründe für die Verbannung bestimmter Videos nannte Youtube etwa auch diskriminierende Aussagen, die sich auf Geschlecht und Alter anderer Menschen beziehen. Die Tochterfirma des Internetriesen Google betonte, dass sie von jeher Richtlinien gegen «Hassbotschaften» habe. Bereits vor zwei Jahren seien die Massnahmen gegen rassistische Videos verschärft worden. Mit den jetzigen Schritten werden den Angaben zufolge die Regeln zur Löschung bestimmter Videos präzisiert.

Auch Falschinformationen betroffen

Das Unternehmen teilte zudem mit, ausserdem werde die Verbreitung von Videos eingeschränkt, deren Inhalte fast an die Grenze zur Regelverletzung kämen. In den USA laufe bereits seit Januar ein entsprechendes Pilotprojekt, mit dem die Empfehlung solcher Videos auf der Plattform begrenzt werde. Dadurch seien diese Videos in den Vereinigten Staaten nur noch halb so oft angesehen worden. Betroffen von dieser Massnahme seien auch Videos, die «schädliche Falschinformationen» transportierten – etwa solche, dass es eine Wunder-Heilbehandlung für ernsthafte Krankheiten gebe oder dass die Erde eine Scheibe sei.

Die grossen Onlinenetzwerke sind in den vergangenen Jahren unter verstärkten Druck von politischen und gesellschaftlichen Gruppen geraten, manipulative und aufwiegelnde Botschaften von ihren Plattformen zu verbannen.

(fal/afp/sda)

Erstellt: 05.06.2019, 18:45 Uhr

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