Zuckerberg fordert strengere Regulierung des Internets

Facebook sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt, weil Nutzer auf der Plattform Hassbotschaften verbreiten.

Der CEO von Facebook will neue Datenschutz-Regeln: Mark Zuckerberg spricht während einer Veranstaltung in Paris. (24. Mai 2018)

Der CEO von Facebook will neue Datenschutz-Regeln: Mark Zuckerberg spricht während einer Veranstaltung in Paris. (24. Mai 2018) Bild: Etienne Laurent/Keystone

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich für eine strengere Regulierung des Internets ausgesprochen. «Wir müssen die Regeln für das Internet neu aufstellen, um das Gute zu bewahren», schrieb der Gründer des weltweit grössten Online-Netzwerks in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung». «Wir brauchen eine aktivere Rolle von Regierungen und Regulierungen», hiess es darin.

In dem Beitrag, der auch in der «Washington Post», dem «Sunday Independent» und dem «Journal de Dimanche» veröffentlicht wurde, spricht Zuckerberg sich dafür aus, in anderen Ländern Datenschutz-Regeln einzuführen, die der umstrittenen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ähneln. Die Gesetzgeber sollten auch einige Regeln für Fragen einführen, welche die DSGVO bisher offen lässt.

Der Facebook-Gründer schlägt zudem Regeln für den Datentransfer zwischen Internetplattformen vor. «Daten, die mit einem Dienst geteilt werden, sollten auf einen anderen Dienst übertragen werden können», argumentiert Zuckerberg.

Plattform missbraucht

Auch was die Sperrung von Inhalten angeht, fordert Zuckerberg einheitliche Regeln für mehrere Unternehmen: «Weil Menschen zahlreiche unterschiedliche Dienste nutzen, alle mit eigenen Richtlinien und Prozessen, brauchen wir einen gemeinsamen Ansatz. Eine Idee wäre, unabhängige Gremien Standards festlegen zu lassen, an deren Einhaltung Unternehmen gemessen werden.»

Facebook steht immer wieder in der Kritik, weil Nutzer auf der Plattform Hassbotschaften verbreiten. Zuletzt hatte ein australischer Rechtsextremist seinen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland live bei Facebook übertragen. Bei dem Angriff starben 50 Menschen. Zudem wurde die Online-Plattform dazu genutzt, Wahlen zu manipulieren. Datenschützer kritisieren das massive Sammeln persönlicher Daten durch Facebook. (roy/AFP)

Erstellt: 31.03.2019, 03:48 Uhr

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