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Zynga reisst Facebook-Aktie in die Tiefe

Die auf Onlinegames spezialisierte US-Firma Zynga hat ein miserables Quartal hinter sich. Der Aktienkurs verlor nachbörslich 40 Prozent und riss damit auch Partner Facebook in die Tiefe.

Enttäuscht die Anleger - und Facebook: Zynga bietet seine Spiele hauptsächlich auf dem Netzwerk gratis an und verdient erst dann Geld, wenn die Spieler für virtuelle Güter in den Games bezahlen.
Enttäuscht die Anleger - und Facebook: Zynga bietet seine Spiele hauptsächlich auf dem Netzwerk gratis an und verdient erst dann Geld, wenn die Spieler für virtuelle Güter in den Games bezahlen.
Keystone

Das Minus bei Zynga in der Zeit von April bis Juni belaufe sich auf 22,8 Millionen Dollar, teilt das Unternehmen in New York mit. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch 1,4 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

Facebook verdankt Zynga etwa 15 Prozent seines Umsatzes. Die Facebook-Aktien fielen nachbörslich um 9 Prozent. Diejenigen von Zynga sacken um 40 Prozent ab. Beide Unternehmen gingen erst kürzlich an die Börse. Facebook präsentiert am Donnerstag erstmals seit dem Börsengang Quartalszahlen. Eines der bekanntesten Zynga-Spiele ist Farmville, mit dem Nutzer einen virtuellen Bauernhof betreiben können.

Die Erwartungen nicht erfüllt

Der Umsatz von Zynga stieg um 19 Prozent auf 332 Millionen Dollar. Analysten hatten 342 Millionen Dollar erwartet. Auch die Zahl der Spieler nahm zu. Allerdings ging der Zuwachs zu grossen Teilen auf die Übernahme des Spieleproduzenten OMGPop zurück, der unter anderem für das populäre Mobile-Game «Draw Something» verantwortlich ist.

Zynga bietet seine Spiele hauptsächlich auf Facebook kostenlos an und verdient erst dann Geld, wenn die Spieler für virtuelle Güter in den Games bezahlen.

Prognose für das Gesamtjahr gesenkt

Das Unternehmen senkte seine Prognose für das Gesamtjahr und verwies dabei auf Verzögerungen bei neuen Spielen und Herausforderungen auf der Facebook-Plattform. Zynga rechnet nun mit Einkünften von vier bis neun Cent pro Aktie für 2012. Im April lag die Schätzung noch bis 23 bis 29 Cent pro Aktie. Analysten hatten 26 Cent erwartet. Zynga war im Dezember an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis betrug damals zehn Dollar.

dapd/sda/rek

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