Facebook will Snapchat das Wasser abgraben

Raffinierter digitaler Bankraub +++ Hässlicher Einbruch bei Dating-Site für schöne Menschen +++ Wikipedia und die Bürokratie +++ Gates über künstliche Intelligenz an den Schulen

Nebst der normalen App und dem Messenger will Facebook nun offenbar auch noch eine Kamera-App lancieren.

Nebst der normalen App und dem Messenger will Facebook nun offenbar auch noch eine Kamera-App lancieren. Bild: K?rlis Dambr?ns/Flickr.com (CC BY 2.0)

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Facebook schielt auf Snapchats Erfolgsrezept.
Facebook arbeitet an einer Kamera-App, so hat es das «Wall Street Journal» aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren. Die App erlaubt das Fotografieren und Live-Streaming von Videos – beides Dinge, die man auch mit der herkömmlichen Facebook-App bereits tun kann. Im Unterschied zu der soll sich die neue App mit gestarteter Kamera öffnen, so wie es die Snapchat-App tut. Die App-Pläne sind daher als (weitere) Kampfansage an Snapchat zu werten. Allerdings kämpfe Facebook zunehmend mit der Unlust der Smartphone-Nutzer, sich mit immer neuen Apps auseinanderzusetzen.

Raffinierter digitaler Bankraub.
Die Zentralbank von Bangladesh ist Opfer eines raffinierten Angriffs geworden, so berichtet Heise.de mit Bezug auf die Untersuchung eines Sicherheitsunternehmens: Im Februar hätten die Diebe versucht, fast eine Milliarde Dollar zu entwenden, indem die Swift-Software mittels einer raffinierten Malware kompromittiert worden sei. Über Swift wickeln Banken weltweit ihren Zahlungsverkehr ab. Der Grossteil der betrügerischen Überweisungen konnte gestoppt werden, aber 81 Millionen sind verschwunden. «Die Angreifer haben bemerkenswerten Aufwand betrieben, um Spuren verschwinden zu lassen. Sie haben zur Tarnung normale Geschäftsabläufe unterlaufen und die Opfer gehindert zu reagieren», schreiben die Sicherheitsexperten. Ein schlechtes Licht wirft dieser elektronische Bankraub auch auf die Zentralbank von Bangladesh, deren Systeme schlecht geschützt gewesen sein sollen.

Wikipedia und die Bürokratie.
Wikipedia ist organisatorisch so aufgestellt wie ein grosses Unternehmen mit komplexen Abläufen und einem Hang zur Bürokratie. Das ist das Fazit einer im Magazin «Future Internet» publizierten Studie. Zwar eilt dem Onlinelexikon der Ruf voraus, spontane Mitarbeit zu ermöglichen, doch im Kern habe es sich sehr konservativ entwickelt: Die lang gedienten Mitarbeiter würden die Regeln bestimmen und die Plattform langfristig dominieren. Das präge sowohl den Inhalt als auch die Beziehungen zwischen Nutzern und die Werte des Lexikons, sagt die Studie. Das führe im Resultat dazu, dass sich Wikipedia wie ein bürokratisches System aus der Vor-Internet-Zeit entwickelt habe.

Hässlicher Einbruch bei Dating-Site für schöne Menschen.
Nicht ohne eine gewisse Süffisanz schildert Wired.com einen Einbruch bei der Site Beautifulpeople.com, die sicherstellen will, dass schöne Menschen keine Rendezvous unter ihrem Niveau erdulden müssen. Gemäss dem Bericht von Sicherheitsexperte Chris Vickery hätten sich die Betreiber nicht die Mühe gemacht, ihre Benutzerdatenbank mit einem individuellen Passwort zu schützen. Obwohl Vickery die Betreiber informiert hätte, sei die Datenbank nicht rechtzeitig abgesichert worden und deshalb auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht. Fazit von «Wired»: Nicht so schlimm wie beim «Ashley Madison»-Datendiebstahl, aber ein Beleg, dass längst nicht alle, die sensible Daten sammeln, sich auch um den entsprechenden Schutz bemühen.

Gates über künstliche Intelligenz an den Schulen.
In einem Interview mit «The Verge» spricht Bill Gates über die Zukunft der Bildung, das personalisierte Lernen und den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Schulstube. Gates sieht eine grosse Chance in digitalen Dozenten, die den Schülern im Dialog die Dinge erklären, die sie im Unterricht nicht verstanden haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.04.2016, 09:28 Uhr

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