Downloads

Auf der sicheren Seite nach Software suchen

Schadprogramme, unerwünschte Toolbars, Abofallen und Ballast – das alles kann man sich bei Downloads im Netz einhandeln. Die Kummerbox gibt Tipps für ungefährliche Programmevaluationen.

Auch online sind die grossen Stores eine vergleichsweise sichere Anlaufstelle.

Auch online sind die grossen Stores eine vergleichsweise sichere Anlaufstelle. Bild: QiFei/Flickr.com

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Ich benötige eine Software, um medizinische Bilder anzusehen. Woran kann ich erkennen, ob ich eine sichere Software (Freeware) herunterlade?
Ruth Reidt, via Mail

Es lauern tatsächlich diverse Fallen bei der Suche nach Software im Netz. Es besteht die Gefahr, ein mit Schadsoftware verseuchtes Produkt zu erwischen – oder eines, das nicht ausgereift ist und das System beeinträchtigt. Sie können Missgriffe aber wie folgt vermeiden:

  • Benutzen Sie die Stores, die es bei Windows 8 und ab Mac OS X 10.6 gibt. Dass dort ein gefährliches Programm durchrutscht, ist zwar nicht ausgeschlossen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist viel geringer, als wenn Sie sich im freien Internet bedienen. Werfen Sie einen Blick auf die Kommentare und die Bewertungen. Die Kritik ist längst nicht immer objektiv oder fair, aber summa summarum erhalten Sie einen Eindruck, worauf Sie sich einlassen.
  • Verwenden Sie bewährte Programme, die einen grossen Nutzerkreis haben und in Fachzeitschriften oder von den Digitalredaktionen grosser Medien getestet und besprochen wurden oder die Freunde und Bekannte ohne Probleme verwenden. Heise.de oder Pctipp.ch pflegen entsprechende Kataloge.
  • Laden Sie die Programme von der Originalwebsite des Herstellers herunter. Die grossen Softwareportale, auf die Google bei der Softwaresuche oft verweist, reichern die Produkte oft mit unerwünschten Dreingaben an. Diese «Software Bundles» sind oft schuld, wenn nach einer Installation unbekannte Browser-Toolbars oder ungebetene Hilfsprogramme auftauchen. Diese werden Sie nur schwer wieder los.
  • Prüfen Sie bei der Installation, was alles zum Umfang der Software gehört, und deaktivieren Sie Dinge, um die Sie nicht gebeten haben. Falls das Programm zwei Installationsmodi (z. B. «schnell» und «erweitert») anbietet, dann nehmen Sie sich die Zeit für den erweiterten Modus, weil die gebündelten Komponenten oft nur dort ersichtlich sind. Übrigens: Auch die grossen Softwareunternehmen wie Adobe oder Oracle sind sich für solche Software-Bundles nicht zu schade.
  • Ab und zu erlebt auch die Masche der Abofalle eine Neuauflage. Diese Masche war vor 5 Jahren akut, als grosse Portale scheinbar kostenlos Programme anboten, hinterher aber wiederkehrende, teure Rechnungen für den Zugang stellten. Entsprechend gilt nach wie vor: Wenn man Sie vor einem Download nach Ihrer Postadresse oder anderen persönlichen Daten fragt, dann lassen Sie die Finger von der Sache!
  • Windows-Anwender müssen einen aktuellen Virenscanner nutzen. Sie können einen Download vor der Ausführung auch zusätzlich online prüfen. Auf Virustotal.com oder Metascan-online.com werden Dateien teilweise mit bis zu 40 Virenscannern untersucht. Aber Achtung: Es gibt Installationsprogramme, die Pakete aus dem Internet nachladen. Sollte dort Schadcode enthalten sein, merkt das nur der lokale Virenscanner.
  • Wenn Sie häufig Software testen und dabei auch undurchsichtige Shareware-Progrämmchen nicht auslassen, dann verwenden Sie nicht Ihr angestammtes System, sondern eine gesicherte Umgebung. Eine virtuelle Maschine wie VirtualBox ist für Tests hervorragend geeignet. Sandboxie verfrachtet die Programme in einen virtuellen «Sandkasten», was die Sicherheit ebenfalls erhöht.
(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.02.2014, 10:06 Uhr

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