Die Kummerbox sagt Ciao

Die letzte Kummerbox beschäftigt sich mit einem Dauerbrenner zu den E-Mail-Programmen und einem Problem, das sich sehr einfach lösen lässt: Durch Nichtstun.

Thunderbird speichert die verwendeten Mailadressen in einem separaten Adressbuch, aus dem die Vorschläge beim Adressieren stammen.

Thunderbird speichert die verwendeten Mailadressen in einem separaten Adressbuch, aus dem die Vorschläge beim Adressieren stammen. Bild: Screen: TA

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein Dauerbrenner: Veraltete Adressen loswerden
Sie haben in der «Kummerbox» vom 26. Januar im Beitrag «Alte E-Mail-Adressen endgültig löschen» beschrieben, wie man veraltete Adressen aus den Vorschlägen entfernt. Ich habe dasselbe Problem. Ich benutze für E-Mails jedoch Thunderbird, und da gibt es keine «Vorherige Empfänger».
Rita Cedraschi, via Mail

Da haben Sie recht: Wie die Vorschläge des Mailprogramms beim Adressieren bereinigt werden, ist bei jedem Mailprogramm anders. Weil auch andere Lese­rinnen und Leser die gleiche Frage zu diversen Programmen gestellt haben, hier eine Übersicht:

  • Bei Mozilla Thunderbird wird die Adressvervollständigung in den Einstellungen in der Rubrik «Verfassen» bei «Adressieren» konfiguriert. Mit der Option «Lokale Adressen» verwendet das Mailprogramm die im Adressbuch gespeicherten Kontaktdaten für Vorschläge. Wenn die Option «Adressen beim Senden automatisch hinzufügen zu …» eingeschaltet ist, werden die Personen, denen Sie Nachrichten schicken, automatisch erfasst. Standardmässig verwendet Thunderbird dafür das Adressbuch «Gesammelte Adressen». Sie können dieses, wie auch Ihre selbst erfassten Kontakte, über «Extras > Adressbuch» bearbeiten.
  • Bei Outlook ist die Sache in neuen Versionen ganz einfach: Im Ausklappmenü mit den Adressvorschlägen erscheint hinter jeder Adresse am rechten Rand ein Kreuzchen-Symbol: Wenn Sie darauf klicken, wird die Adresse gelöscht. Bei älteren Versionen fehlt diese Löschmöglichkeit: Dort wählen Sie den fehlerhaften Eintrag über die Ab- und Auf-Tasten aus und entfernen ihn über die Löschen-Taste.
  • Wenn Sie alle Adressvorschläge aufs Mal tilgen wollen, klicken Sie bei Outlook 2010 und neuer auf «Datei > Optionen». In der Rubrik «E-Mail» scrollen Sie zum Abschnitt «Nachrichten senden» und klicken dort auf «Autovervollständigen-Liste leeren».
  • Bei Windows Live Mail werden Mailadressen ins Adressbuch übernommen, wenn Sie sie mehrfach benutzen. Falsche Einträge sind daher aus dem Adressbuch zu entfernen. Die Option, die zur automatischen Speicherung führt, finden Sie wie folgt: Klicken Sie auf die blaue Schaltfläche in der linken oberen Ecke des Menübands, wählen «Optionen > E-Mail», öffnen den Reiter «Senden» und deaktivieren die Option «Adresse nach der dritten Antwort ­automatisch in das Adressbuch übernehmen».
  • Bei Apple Mail klicken Sie wie beschrieben auf «Fenster > Vorherige Empfänger» und löschen den obsoleten Eintrag aus der Liste.
  • Outlook 2011 für den Mac macht die Sache vorbildlich: Das Programm zeigt Ihnen entweder an, in welchem Kontakt­ordner eine Adresse gespeichert ist, oder bietet Ihnen bei den früher verwendeten Kontakten über ein kleines x-Symbol eine Löschmöglichkeit an. Die vorgeschlagenen Adressen können auch im Adressbuch von OS X zu finden sein: Wenn Sie in den Einstellungen bei «Synchronisierungsdienste» die «Kontakte» eingeschaltet haben, dann hat Outlook auch Zugriff auf das Adressbuch des ­Betriebssystems.


Bösartige Software entfernen – aber wie?
Schon zu XP-Zeiten habe ich von Microsoft das «Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software» heruntergeladen. Das gibt es bei Windows 7 noch. Doch wie habe ich Zugriff auf dieses Programm? Es gibt kein Icon nach der Installation!
Beny Hiltebrand, via Mail

Das ist eines jener Probleme, die sich von selbst lösen: Windows lädt das «Tool zum Entfernen bösartiger Software» selbstständig über die Update-Funktion herunter. Es ist als Ergänzung zu den herkömmlichen Virenscannern gedacht. Windows führt es automatisch im Hintergrund aus, wenn Anzeichen einer Infektion gefunden werden. Sie dürfen es sich selbst überlassen!

Das ist die letzte Ausgabe der «Kummerbox». Wir danken allen Fragestellerinnen und Fragestellern für die Tausenden von kniffligen und überraschenden Computerprobleme, die wir hoffentlich erfolgreich geknackt haben. (TA)

Matthias Schüssler wird vorerst auf Radio Stadtfilter zusammen mit Kevin Rechsteiner jeden letzten Dienstag im Monat von 19:30 bis 20 Uhr Hörerfragen beantworten, wobei dort eine individuelle Betreuung leider nicht möglich ist. Weiterhin werden Tagesanzeiger.ch/Newsnet und gelegentlich auch das private Blog von Matthias Schüssler Anwenderthemen aufgreifen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.03.2015, 08:18 Uhr

Das Tool zum Entfernen bösartiger Software von Microsoft startet bei Bedarf automatisch und wird im unsichtbar im Hintergrund ausgeführt. (Bild: Screen. PD)

Artikel zum Thema

Die Kontakte sinnvoller organisieren

Bei der Verwaltung der Daten in Outlook lauern einige Fallen, die Sie möglichst vermeiden sollten! Plus: Tipps zu OS X und zu der Windows-Bedienung für Nutzer, die Mühe mit dem «Fingerspagat» haben. Mehr...

Wenn einem der Posteingang um die Ohren fliegt

Was machen, wenn im Outlook-Posteingang das blanke Chaos herrscht? Der Kummerbox-Experte hilft. Mehr...

Private Mails am Geschäfts-PC?

Was ist zu tun, wenn nach der Kündigung private Daten auf dem Arbeits-PC verbleiben? Warum geraten bei Mobilgeräten die Bilder oft durcheinander? Und wie bringt man externe Festplatten auf Linie? Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Frage an die Kummerbox

Kommentare

Die Welt in Bildern

Nacktbaden: TeilnehmerInnen des Dark Mofo Sommersonnenwenden Nackschwimmens stürzen sich in den Fluss Derwent im australischen Hobart. (22.Juni 2018)
(Bild: Rob Blakers/EPA) Mehr...